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BR-Podcast "Transformer" gewinnt den Deutschen Hörbuchpreis | BR24

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"Transformer" , der BR-Podcast gewinnt den Deutschen Hörbuchpreis

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    BR-Podcast "Transformer" gewinnt den Deutschen Hörbuchpreis

    Die Serie "Transformer" erhält den Deutschen Hörbuchpreis 2019 in der Kategorie "Bester Podcast". Die BR-Produktion von Christina Wolf erzählt die Geschichte des Transmannes Henri, der sich für eine Geschlechtsangleichung entscheidet.

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    Beim Deutschen Hörbuchpreis gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal eine Auszeichnung in der Kategorie Bester Podcast. Sie geht an Christina Wolf für ihren Podcast "Transformer". Die sechsteilige Serie des Bayerischen Rundfunks erzählt die Geschichte des Transmannes Henri, der körperlich als Mädchen mit dem Namen Steffi zur Welt kam. Henris beste Freundin Christina begleitet den Prozess der Geschlechtsangleichung zwei Jahre lang mit dem Mikrofon. Aus dieser besonderen Erzähl-Perspektive heraus ist der Podcast nicht nur Dokument der Transition, sondern auch Ausdruck einer ungewöhnlichen Freundschaft.

    "Transformer" sei ein hervorragendes Beispiel dafür, wie deutschsprachiges Storytelling eine eigene Identität und Form erhalten könne, begründete die Jury die Entscheidung: "Auf sensible und sorgfältig überlegte Weise behandelt 'Transformer' ein Thema von großer gesellschaftlicher Relevanz." Der Podcast sei geprägt durch seine authentische Dramaturgie, die auf prätentiöse oder artifizielle Spannungsmomente verzichte. "Henris Geschichte berührt, ohne unnötig pathetisch zu sein" heißt es in der Begründung der Jury weiter.

    Der 17. Deutsche Hörbuchpreis wird am 19. März im WDR-Funkhaus in Köln verliehen.Weitere Preisträger wurden bereits in den vergangenen Wochen bekanntgegeben. In diesem Jahr erhalten den Deutschen Hörbuchpreis unter anderem der Schauspieler Christoph Maria Herbst und die Berliner Regisseurin Judith Lorentz. Herbst erhält die Auszeichnung in der Kategorie Beste Unterhaltung für seine Interpretation des Romans "Die Hungrigen und die Satten" von Timur Vermes. Lorentz konnte in der Rubrik Bestes Hörspiel mit ihrer Adaption des Romans "Unterleuten" von Juli Zeh überzeigen. Als "Beste Interpretin" wird Eva Meckbach für ihre Lesung des Romans «Deutsches Haus» von Annette Hess gekürt. Die Ehrung als «Bester Interpret» geht an Gert Heidenreich als Sprecher des Romans "Was vom Tage übrig blieb" von Kazuo Ishiguro. In der Kategorie Bestes Sachhörbuch wird "Rotes Bayern - Es lebe der Freistaat!" von Sabeeka Gangjee-Well und Hans Well über die Münchner Revolution 1918 ausgezeichnet.

    Die Verleihung des Deutschen Hörbuchpreis am 19. März ist stets der Auftakt zum Literaturfestival lit.Cologne. Der Hörbuchpreis ist pro Kategorie mit jeweils 3.333 Euro dotiert.

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