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© BR/Weirauch, Christine
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Die 6. Biennale der Zeichnung zeigt derzeit in der Metropolregion Nürnberg künstlerische Positionen der zeitgenössischen Zeichnung.

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Biennale: Was Laser mit der klassischen Zeichnung zu tun haben

Die 6. Biennale der Zeichnung zeigt derzeit in der Metropolregion Nürnberg künstlerische Positionen der zeitgenössischen Zeichnung. Dass Zeichnungen mittlerweile auch ohne Papier und Bleistift auskommen, zeigt ein Künstler im Kunstverein Zirndorf.

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Von
  • Christine Weirauch

Ein dünner Faden spannt sich durch den Raum – in der Mitte wird der Faden von einem Laser grün angestrahlt – ein schwebender Lichtstrahl entsteht. Rainer Plum arbeitet in seinen Werken viel mit Lasertechnik. Mit den Laserlinien entwirft er Zeichnungen im Raum. Der 71-jährige Künstler aus Bergisch-Gladbach wurde vom Zirndorfer Kunstverein zur Biennale eingeladen. Neben der Laserarbeit hängen auch ganz klassische Zeichnungen von Rainer Plum an den Wänden.

Moderne Kunst im historischen Zirndorfer Ensemble

Knapp 60 Quadratmeter Ausstellungsfläche hat der Zirndorfer Kunstverein zur Verfügung. Pünktlich zur Biennale sind die neuen Räume fertig geworden: Mitten in der Zirndorfer Altstadt, am Kirchenplatz, in einem historischen Haus, das zum malerischen Kirchenensemble gehört.

"Wir sind sehr froh, dass wir ins Zentrum zurückkehren konnten, weil das hier Durchgangswege sind und vielleicht auch mal Leute vorbeischauen, die primär nichts mit der Kultur zu tun haben und wir hoffen, dass wir so unsere Frequenz der Besucher einfach erhöhen." Robert Neupert, Kunstverein Zirndorf

Zusammen ein Zeichen für die Zeichnung setzen

Seit zehn Jahren arbeiten verschiedene Galerien und Museen für die Biennale der Zeichnung zusammen. Neben Zirndorf sind Erlangen, Fürth, Nürnberg und Schwabach dabei. Ziel ist es, die Außenwirkung zu stärken und neues Publikum auch an kleinere Kulturorte zu bringen.

© Galeriehaus Nord Nürnberg
Bildrechte: Galeriehaus Nord Nürnberg

Eine abstrakte Landschaft voller gigantischer Pfifferlinge: Das Werk der britisch-deutschen Künstlerin Katja Davar.

Gigantische Pfifferlinge wie aus einer anderen Welt

Im Galeriehaus Nord in Nürnberg sind die Zeichnungen riesig – fast drei Meter auf zwei Meter messen sie. An der grauen Wand hängen zwei Bilder der britisch-deutschen Künstlerin Katja Davar. Eine abstrakte Landschaft voller gigantischer Pfifferlinge ist zu sehen. Auf den großen Pilzen wachsen wieder kleinere – darüber spannt sich ein Gitternetz. Katja Davar beschäftigt sich viel mit Naturwissenschaften und versucht biologische Zusammenhänge in poetische Bildwelten zu übertragen.

"Das ist ja auch das Faszinierende an dem Werk von Katja Davar, dass die Zeichnung sehr klassisch daherkommt, sie sehen die Spuren vom Buntstift, das Schraffierte. Und sie sehen aber auch die Netze, die aussehen wie schwarze Perlen auf Linien aufgereiht und die dann auf den großen Pilzen nach oben wandern, und das ist befremdlich." Margit Mohr, Galeriehaus Nord

Die Grenzbereiche der Zeichnung ausloten und dabei alle Möglichkeiten ausschöpfen, das verbindet die 17 Künstlerinnen und Künstler, die bei der 6. Biennale der Zeichnung ausstellen. Die Werke von Rainer Plum sind im Kunstverein Zirndorf noch bis zum 18. Juli zu sehen, die Werke von Katja Davar im Nürnberger Galeriehaus Nord noch bis zum 11. Juli.

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