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Bildrechte: Ralf Hirschberger /dpa-Bildfunk

Adina Pintilie

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    Berlinale: Goldener Bär für "Touch Me Not"

    Der rumänische Experimentalfilm "Touch Me Not" hat bei der 68. Berlinale den Goldenen Bären gewonnen. Regisseurin Adina Pintilie erforscht in ihrem semidokumentarischen Film die Spielarten menschlicher Sexualität. Deutsche Beiträge gingen leer aus.

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    Es ist eine überraschende Entscheidung "Touch Me Not" als Siegerfilm auszuzeichnen. Die 38-jährige Regisseurin Adina Pintilie versteht ihren ersten abendfüllenden Film als ein "Forschungsprojekt" zum Thema Intimität. Detailreich sind alle Spielarten menschlicher Sexualität zu sehen, es gibt den Besuch in einem Sado-Maso-Club, auch behinderte Menschen sind dabei. Während des Festivals hatte das auch mit deutschem Geld realisierte Werk die Kritiker gespalten. Einige verließen die Vorstellung. Als Präsident der Jury hatte sich Regisseur Tom Tykwer "wilde und sperrige" Filme gewünscht. Es ist das zweite Mal, dass ein rumänischer Film die höchste Auszeichnung des Festivals gewinnt.

    Beste Darsteller aus Spanien und Frankreich

    Der Silberne Bär für die beste Schauspielerin ging an die Spanierin Ana Brun für "The Heiresses" ("Die Erbinnen"), der Franzose Anthony Bajon wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet. Er spielt in Cédric Kahns "Das Gebet" einen 22-jährigen Drogenabhängigen.

    Deutsche Favoriten gehen leer aus

    Als großer Anwärter auf den Darstellerpreis war auch der 32-jährige Berliner Franz Rogowski gehandelt worden. Er überzeugte sowohl in Christian Petzolds Flüchtlingsdrama "Transit" wie auch in Thomas Stubers poetischem Liebesfilm "In den Gängen".

    Weder er noch die grandiose Marie Bäumer als Romy Schneider ("3 Tage in Quiberon") konnte einen der begehrten Darsteller-Preise ergattern. Auch in anderen Kategorien wurde der deutsche Film nicht bedacht, obwohl er mit 4 von 19 Kandidaten besonders gut vertreten war.