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Iris Berben und Natalia Wörner kommen zur Aufführung des Films "The Mauritanian".

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    Berlinale: Auftakt mit Nüsschen und Dosensekt

    Die Sommerausgabe der Berlinale unterscheidet sich von allen bisherigen: Es sei eine Berlinale mit Abstand, weniger Tamtam und Picknick-Box auf den Knien, so Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek. Zur Eröffnung wird an den Wert des Kinos erinnert.

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    • BR24 Kultur

    Nach über einem Jahr, in dem das Kulturleben weitgehend lahmgelegt und Kinos geschlossen waren, soll das Sommer-Special der Berlinale auch ein Hoffnungszeichen sein. Vieles sei anders als sonst, sagte Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek. Es sei eine Berlinale mit Abstand, weniger Tamtam und einer Picknick-Box auf den Knien. Die Gäste haben Masken und Ergebnisse von Coronatests dabei, in den Proviantboxen stecken Nüsschen und Dosensekt. Die Stimmung ist eine andere: das Wetter sommerlich statt Schneeregen, keine verdunkelte Limousinen oder Autogrammjäger zu sehen.

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wurden die Filmfestspiele diesmal auf zwei Termine verteilt: Im März saßen Fachleute vor ihren Laptops und sahen sich die Filme online an. Jetzt werden die Filmvorführungen fürs Publikum nachgeholt - Open Air, an verschiedenen Orten in Berlin.

    Grütters: "Endlich wieder großes Kino"

    Zur Eröffnung der Berlinale wurde vor allem auch an den Wert des Kinos erinnert. Kinos seien nicht nur für die Branche wichtig, sondern auch "für uns", sagte der künstlerische Leiter Carlo Chatrian. Es sei wichtig, Geschichten und Gefühle zu teilen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte, endlich heiße es, wieder miteinander gespannt oder gerührt, nachdenklich oder amüsiert zu sein. "Endlich wieder großes Kino." Kino verbinde Menschen über alle Grenzen und auch über viele Gräben hinweg. "Wir haben es vermisst. Wir werden es genießen - wie vielleicht selten zuvor."

    Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) sprach angesichts der Pandemie von entbehrungsreichen Monaten. Es sei aber wichtig, auch andere Themen nicht zu vergessen. Dass Menschen etwa auf der Flucht seien, keine gute medizinische Versorgung hätten oder um ihre Freiheit kämpften.

    Schauspielerin Iris Berben erzählt, sie habe in der vergangenen Zeit viel gestreamt. Aber es werde immer Filme geben, die man nur auf der großen Leinwand sehen könne. Die Schauspielerin war gestern Abend ebenfalls zur Aufführung des Eröffnungsfilms "The Mauritanian" gekommen.

    Schauspielerin Jodie Foster im Cabrio

    Auch Schauspielerin Jodie Foster mit Sonnenbrille ließ sich blicken - passend zu den angenehmen Temperaturen - im Cabrio. Die 58-Jährige spielt in "The Mauritanian" die Anwältin Nancy Hollander, die gegen viele Widerstände die Verteidigerin des Guantánamo-Gefangenen Mohamedou Ould Slahi wird. Slahi wurde vorgeworfen, ein Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu sein. Das US-Militär hielt ihn ohne Anklage fest.

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