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Berater kündigt an: Donald Trump startet eigene Netz-Plattform | BR24

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Donald Trump

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    Berater kündigt an: Donald Trump startet eigene Netz-Plattform

    Wird der hoch umstrittene Ex-Präsident sich in Kürze auf seinem eigenen sozialen Netzwerk äußern? Berater Jason Miller kündigte auf Fox-TV in "vermutlich zwei bis drei Monaten" eine Innovation an, die die Debatten-Spielregeln "neu definieren" werde.

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    Von
    • Peter Jungblut

    In seinem Luxus-Refugium Mar-a-Lago in Florida grassiert ja gerade das Corona-Virus, weshalb Personal gehen musste und die Umstände etwas beschwerlich geworden sein sollen. Doch angeblich ist Donald Trump mit seinen Gedanken schon ganz woanders: In der Sendung "Media Buzz on Sunday" raunte einer seiner Chefberater, Jason Miller, der abgewählte Politiker werde sich schon bald wieder im Netz Aufmerksamkeit verschaffen: "Das ist was, von dem ich denke, dass es die heißeste Sache unter den sozialen Medien ist. Es wird das Spiel völlig neu definieren." Und in typischer Trump-Manier versprach Miller, es werde auf jeden Fall "ein ganz großes Ding" sein und Trump werde einige zehn Millionen Nutzer "mitbringen". Der Republikaner führe derzeit in Florida jede Menge "hochkarätige" Gespräche darüber. Nicht nur eine Firma habe sich an Trump gewandt, sondern mehrere und der Ex-Präsident wisse ganz genau, in welche Richtung er kommunikativ gehen wolle.

    Helfen ihm ausländische Anbieter?

    Ob sich das alles als heiße Luft erweist, dürfte sich somit schon bald herausstellen. Das Branchenblatt "Deadline" nennt einige sehr hohe Hürden für Trump. Keiner der großen drei Provider, Amazon, Microsoft und Google werde ihn wohl technisch unterstützen. Und auch wichtige Zahlungsabwickler hätten bereits vor längerem jede Zusammenarbeit mit dem Trump-Lager eingestellt: Weder von Stripe, noch von Shopify dürfe der geltungsbedürftige Republikaner Hilfe erhoffen. Allerdings sei gut möglich, dass ausländische Firmen einspringen.

    Trump steht unter Druck, seitdem er im Januar wegen zahlreicher erlogener Behauptungen und Beleidigungen bei Twitter und Facebook gesperrt wurde und auch keine regierungsamtlichen Kanäle mehr zur Verfügung stehen hat, um sich Gehör zu verschaffen. Zwar hieß es in den vergangenen Wochen, der Politiker könne bei Rechtsaußen-Medien wie Parler oder Gab unterkommen, doch dies wusste Ex-Schwiegersohn Jared Kushner zu verhindern, wie CNN berichtete.

    Bis zur Abschaltung hatte Trump auf Twitter 88,6 Millionen Follower und war damit auf dem Markt der Meinungen einer der wichtigsten Akteure.

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