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Farben der Sehnsucht: Die Innenausstatterin der Kirche | BR24

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Beate Baberske nennt sich selbst eine christliche Innenausstatterin. Mit ihren Installationen und Paramenten aus feinen Tüchern, Mustern und Kordeln schafft sie besondere Stimmungen in Kirchenräumen, die auch kirchenkritische Menschen berühren.

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Farben der Sehnsucht: Die Innenausstatterin der Kirche

Beate Baberske nennt sich selbst eine christliche Innenausstatterin. Mit ihren Installationen und Paramenten aus feinen Tüchern, Mustern und Kordeln schafft sie besondere Stimmungen in Kirchenräumen – die auch kirchenkritische Menschen berühren.

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Das Metier von Beate Baberske ist die Textilkunst der Paramentik: Kordeln, feine Tücher, abstrakte Linien und Formen für Altäre und Kanzeln entstehen in ihrer Werkstatt. Ihr Markenzeichen ist das "Quadrat im Textil".

Was ist Paramentik?

Als Paramente bezeichnet man die Textilien, die im Kirchenraum und im Gottesdienst verwendet werden - etwa das Altartuch und der Kanzelschmuck oder Gewandstücke wie die Stola des Pfarrers. Die Paramentik ist die wissenschaftliche Disziplin, diese Paramente zu reflektieren und den Kirchenraum damit zu gestalten. Eine besondere Bedeutung kommt den liturgischen Farben zu, die an die Zeit im Kirchenjahr angepasst werden: Weiß etwa ist die Farbe für die Christusfeste Weihnachten und Ostern, die Farbe des Lichts. Rot ist die Farbe für Pfingsten - die Farbe der Liebe und des Geistes.

Paramente: Predigt für die Augen

Der künstlerische Weg der gebürtigen Görlitzerin beginnt mit einer Ausbildung in Textiltechnik und Weberei. Die Wende bringt ihr die Möglichkeit, Textilkunst an der Akademie für Angewandte Künste in Schneeberg zu studieren. Hier kann sie endlich frei gestalten. Ihre damalige Professorin bringt sie schließlich zur Paramentik.

Obwohl sie damals noch nicht einmal getauft ist, spürt sie, dass das der richtige Entfaltungsraum für sie ist: "Ich möchte die Menschen auf einer Ebene ansprechen, die nicht über Worte passiert", erklärt Baberske, "sondern die über Emotionen, über Gefühle und über Farben und Formen passiert. Paramente sind Predigt für die Augen."

Paramentenwerkstatt Neuendettelsau über Grenzen Bayerns bekannt

Heute ist Baberske künstlerische Leiterin der Paramenetenwerkstatt in Neuendettelsau, wo sie mit Anfang 20 ihre Arbeit begann, Mitglied in der diakonischen Schwestern- und Bruderschaft wurde und sich taufen ließ. In dem ehemaligen Betsaal der Neuendettelsauer Diakonissen sind die Schubladen voll mit Farben, Garnen und Stoffen aller Art. Die Textilkünstlerin hat die Werkstatt zu einer Institution gemacht, die über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt ist.

Wenn sie einen Kirchenraum gestaltet hat, kommen nicht nur Gemeindemitglieder. Die Menschen sind fasziniert von den Stimmungen und Gefühlen, die sie mit ihrer Kunst hervorruft. Das ist Beate Baberske wichtig: "Mit meiner Gestaltung möchte ich, dass wir die Menschen in die Kirche holen und zeigen, dass wir lebendig sind. Und dass wir mit dem Textil auch praktisch die Menschen erreichen, die sonst sagen: 'Kirche ist altbacken und altmodisch, das ist nix für mich'."

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2018 bringt Beate Baberske mit aufgehängten leichten Tüchern Bewegung in die Laurentiuskirche in Neuendettelsau.

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Moderne Paramente geben selbst einem alten Altar einen frischen Look.

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Das Markenzeichen von Beate Baberske ist das "Quadrat im Textil".