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Die Richard-Wagner-Festspiele sollen in diesem Jahr stattfinden. Das hat der Verwaltungsrat der Festspiele bekanntgegeben. Wie viele Besucher auf den Grünen Hügel kommen können, hängt von der Corona-Lage ab.

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Trotz Corona: Bayreuther Wagner-Festspiele sollen stattfinden

Auf dem Grünen Hügel sollen in diesem Jahr wieder Opern erklingen: Der Verwaltungsrat der Richard-Wagner-Festspiele kündigte Aufführungen für 2021 an - allerdings unter besonderen Voraussetzungen.

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  • BR24 Kultur

Gute Nachrichten für Wagner-Fans: Die Bayreuther Festspiele sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Das haben die Mitglieder des Verwaltungsrates und die Geschäftsführung der Festspiele bekanntgegeben.

Festspiele Bayreuth: Hoffen auf Impfungen und höhere Temperaturen

Es sei "eine wichtige Sitzung" gewesen, betont der Verwaltungsratsvorsitzende Georg Freiherr von Waldenfels. "Wir sind optimistisch, dass sich das bis zum Sommer ändert. Dann werden wir eine höhere Impfquote haben. Außerdem ist der Sommer der natürliche Feind des Virus'." Auch Festspiel-Chefin Katharina Wagner hatte sich in den vergangenen Monaten zuversichtlich gezeigt.

Kosten steigen, sollten Festspiele abgesagt werden

Die nun gefallene Entscheidung gegen eine Absage ist deshalb von Bedeutung, weil es – je näher der 25. Juli, das klassische Datum für den Start der Festspiele, rückt – immer schwieriger wird, von geschlossenen Verträgen mit Musikern oder Regisseuren möglicherweise noch zurückzutreten. Die Kosten, auf denen die Festspiele sitzen bleiben würden, müsste das Klassik-Spektakel im schlechtesten aller Fälle doch noch abgesagt werden, steigen also.

Wohl auch aus dem Grund war die Entscheidung nicht unumstritten, wie von Waldenfels einräumt. "Das wurde schon unterschiedlich gesehen", sagt er der Deutschen Presse-Agentur in München. "Das ist ja immer mal wieder hin und her gegangen."

Festspiele rechnen mit 200 bis 1.000 Zuschauern pro Aufführung

Die Opern-Festspiele auf dem Grünen Hügel sollten nun unter Beachtung der notwendigen Hygienekonzepte sowie gesetzlicher und behördlicher Regelungen ausgetragen werden, heißt es. Noch völlig offen ist, wie viele Personen in den rund 2.000 Menschen fassenden Zuschauersaal des Festspielhauses eingelassen werden dürfen. Das hänge von der Entscheidung des Gesundheitsamtes ab, so der Sprecher der Bayreuther Festspiele, Hubertus Herrmann, gegenüber dem BR. Momentan gebe es verschiedene Szenarien mit Zuschauerzahlen zwischen 200 und 1.000 Personen. Die Festspielleitung habe ein Hygienekonzept und einen Saalplan erstellt. So könne man auf die jeweilige, inzidenzabhängige, Entscheidung der Gesundheitsbehörde reagieren.

Für die Musiker und Sänger soll es tägliche Testungen geben. Auch werde ein Teil des Chores nicht auf der Bühne stehen, sondern von der Probebühne aus singen.

Fliegender Holländer wird neu inszeniert

Die Wagner Festspiele sollen am 25. Juli traditionell beginnen. Die Premiere ist eine Neuinszenierung des Fliegenden Holländers. Mit Oksana Lyniv soll dabei erstmals eine Frau in Bayreuth dirigieren. Auf dem Programm stehen weiterhin die Opern Tannhäuser, die Meistersinger von Nürnberg und eine neue Inszenierung der Walküre. Die Opern sollen wie gewohnt szenisch aufgeführt werden. Auch die Kinderoper, in diesem Jahr Tristan und Isolde, soll es in diesem Jahr wieder geben.

Wie man an Karten für Bayreuth kommt

Tickets werden laut Veranstalter in diesem Jahr ausschließlich über den Online-Sofortkauf angeboten. Man werde dabei Personen bevorzugen, die in der vergangenen Saison bereits Karten zugeteilt bekommen hatten und auf eine Erstattung verzichteten, nachdem die Festspiele wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten.

Die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth gelten als eine der renommiertesten Veranstaltungen der Hochkultur in Deutschland, sie haben einen weltweiten Bekanntheitsgrad. Jährlich gibt es bis zu über 30 Aufführungen, die von mehr als 50.000 Opernfans aus aller Welt besucht werden.

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