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Bayerns Bischöfe: Mehr Geld für Demokratie und Menschenrechte | BR24

© dpa

Kardinal Reinhard Marx im Herbst 2019

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    Bayerns Bischöfe: Mehr Geld für Demokratie und Menschenrechte

    Drei Tage lang haben Bayerns Bischöfe bei der Freisinger Bischofskonferenz diskutiert. Die Kirchenvertreter beschlossen, das Kompetenzzentrum für Demokratie und Menschenwürde zu stärken. Außerdem gaben sie einen Einblick in die Finanzen der Bistümer.

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    Ein klares Zeichen für Demokratie und Menschenrechte – und gegen Populismus hat die Freisinger Bischofskonferenz gesetzt. So wird etwa das Kompetenzzentrum für Demokratie und Menschenwürde personell und finanziell verstärkt. Die bisherigen beiden halben Stellen werden auf zwei ganze aufgestockt.

    Gottesdienst für Seenotretter

    Kardinal Reinhard Marx hat für den 14. Dezember außerdem einen ökumenischen Gottesdienst im Münchner Dom angekündigt, mit dem die katholische und evangelische Kirche das Engagement der zivilen Seenotretter würdigen möchten: Zivile Seenotrettung sei leider weiterhin notwendig. "Eigentlich ist es die Aufgabe Europas, die Aufgabe des Staates, Grenzen so zu organisieren, dass niemand dort umkommt. Im Mittelmeer geschieht das nicht."

    Bischöfe kündigen mehr Transparenz bei Finanzen an

    Außerdem hat die Bischofskonferenz im Rahmen ihrer Transparenzoffensive einen Geschäftsbericht für den Überdiözesanen Fonds (ÜDF) vorgestellt. Mit dem Fonds in Höhe von 42 Millionen Euro, der nunmehr als Körperschaft organisiert ist, finanzieren die bayerischen Diözesen ihre Gemeinschaftsaufgaben, auch den Klimaschutz.

    64 größere und kleinere Institutionen profitieren davon, von der einzigen katholischen Universität im deutschen Sprachraum in Eichstätt und Ingolstadt bis zum DJK-Landesverband. Welcher Zuschussempfänger genau wie viel Geld erhält, darüber wird nicht im Detail informiert. Wohl aber, was jedes beteiligte Bistum in den Topf einzahlt. So bestreitet das Erzbistum München und Freising mit fast 32 Prozent den mit Abstand größten Anteil am ÜDF, es folgen Augsburg (18,8) und Regensburg (16,4). In der dritten Reihe stehen fast gleichauf Würzburg (10,5) und Bamberg (10,4). Am Ende rangieren Eichstätt (6,6) und Passau (5,4).

    Erzbistum München-Freising ist der Topzahler

    Das bedeutet, dass das Bistum des Konferenzvorsitzenden Reinhard Marx etwa sechsmal so viel zu den Gemeinschaftsaufgaben der katholischen Kirche im Freistaat beiträgt wie das kleine Passau. Der Beitragsschlüssel wird dem Vernehmen nach jedes Jahr neu ermittelt, die Verschiebungen seien aber minimal und beschränkten sich auf die dritte oder vierte Stelle hinter dem Komma heißt es. Bemessungsgröße ist das Aufkommen aus der Kirchenlohnsteuer. Das bedeutet, andere Erträge wie die aus Vermögensanlagen spielen für diesen Etat keine Rolle.