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Bayerischer Filmpreis für Anne Ratte-Polle und Lars Eidinger | BR24

© pa/dpa/Tobias Hase

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Bayerischer Filmpreis für Anne Ratte-Polle und Lars Eidinger

Die Schauspieler*innen Anne Ratte-Polle, Bjarne Mädel und Lars Eidinger erhalten den Bayerischen Filmpreis 2019. Sherry Hormann wird für die beste Regie, Janna Ji Wonders für die beste Doku ausgezeichnet. Den Ehrenpreis bekommt Heiner Lauterbach.

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Im Münchner Prinzregententheater sind bei der 41. Filmpreis-Gala die Pierrots, die bayerischen "Oscars" vergeben worden. Als beste Schauspielerin wurde Anne Ratte-Polle geehrt, die 2016 mit dem Film "Wanja" berühmt wurde – bis dahin war sie vor allem den Besucher*innen der Berliner Volksbühne ein Begriff. Jetzt hat die Jury sie für ihre Rolle als Marion in dem preisgekrönten Drama von Regisseur Ilker Çatak "Es gilt das gesprochene Wort" ausgezeichnet.

Beste Schauspielerin: Anne Ratte-Polle

Ratte-Polle gibt darin die selbstbewusste, unabhängige Frau, die ihre Freiheit und Affären genießt – bis sie an Brustkrebs erkrankt und ihr Leben gründlich in Frage stellt. In dieser Phase macht sie einen Deal mit einem jungen Türken, dem sonst die Abschiebung drohte: Sie geht eine Scheinehe mit ihm ein, einfach weil sie ihm helfen will.

Dankesrede fiel ein bisschen länger aus

Für Anne Ratte-Polles Dankesrede war die Zeit eindeutig zu kurz: Erst wurde das Orchester so laut, dass die Schauspielerin sehr laut werden musste, dann fuhr auch noch das Mikrofon langsam in den Bühnenboden. Aber ein Anliegen war ihr wichtig: "Ich wünsche mir, dass wir die Zwanziger Jahre in unserem Jahrhundert neu besetzen. Dass wir dieses Mal nicht ins Braune kippen."

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"Sie sind Bombe": Moderator Christoph Süß bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises über Schauspielerin Anne Ratte-Polle und ihre Dankesrede. Denn als nach einer Minute Dank die Musik einsetzt, hat sie noch was zu sagen.

Beste Darsteller: Bjarne Mädel, Lars Eidinger

In der Kategorie "Beste Darsteller" ging der Bayerische Filmpreis gleich an zwei Schauspieler: an Lars Eidinger und Bjarne Mädel. Die beiden spielen im Roadtrip "25 km/h" zwei voneinander entfremdete Brüder, die sich nach dem Tod des Vaters für eine Reise zusammen tun.

Als beste Nachwuchsdarsteller*innen sind Luna Wedler für ihre Rolle in dem emotionsgeladenen Drama "Dem Horizont so nah" und Jan Bülow ausgezeichnet worden. Der Berliner Schauspieler geht gerade als Newcomer durch die Decke und wir auch vom Bayerischen Filmpreis für seine Rolle als junger Panikrocker Udo Lindenberg geehrt - in dem gerade angelaufenen Film "Lindenberg! Mach Dein Ding".

Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten

Heiner Lauterbach erhielt den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Der Kölner Schauspieler, der mit der Komödie "Männer" berühmt wurde, hat bei insgesamt 200 Produktionen gespielt. "Männer" gehört nicht zu seinen liebsten.

Die Preisträger des Bayerischen Filmpreises

Regie: Sherry Hormann "Nur eine Frau"

Nachwuchsregie: Alireza Golafshan für "Die Goldfische"

Dokumentarfilm: Janna Ji Wonders für die BR-Koproduktion "Walchensee Forever"

Drehbuch: Martin Busker und Fabian Hebestreit für das Buch zur Tragigkomödie "Zoros Solo".

Publikumspreis des Bayerischen Filmpreises: Regisseur Ed Herzog für seine Eberhofer-Verfilmung "Leberkäsjunkie" mit Sebastian Bezzel, Lisa Maria Potthoff, Kerstin Schmidbauer, Rita Falk und Stefan Betz

Sonderpreis des Bayerischen Filmpreises: Regisseur Philipp Stölzl für sein Musical "Ich war noch niemals in New York".

Bildgestaltung: Frank Lamm für die Siegfried Lenz-Adaption "Deutschstunde"

Kinderfilm: Jochen Laube und Fabian Maubach für "Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl"

Filmmusik: Arash Safaian für die Musik zur BR-Koproduktion "Lara"

Produktion: Jonas und Jakob D. Weydemann für "Systemsprenger", Lena Schömann für "Das perfekte Geheimnis"

Die Schauspieler*innen, Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen erhielten bei der 41. Verleihung des Bayerischen Filmpreises die Preise. Die Auszeichnung wird während der Filmpreisgala am Freitag, 17. Januar 2020, im Münchner Prinzregententheater übergeben. Der Bayerische Rundfunk produziert die feierliche Gala und überträgt die Verleihung im BR Fernsehen.