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Bayerischer Ehrenfilmpreis für Heiner Lauterbach | BR24

© dpa picture alliance / Sven Simon

"Charakterkopf": Der Schauspielers Heiner Lauterbach bekommt in diesem Jahr den Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises

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    Bayerischer Ehrenfilmpreis für Heiner Lauterbach

    Den großen Durchbruch hatte Heiner Lauterbach 1985 in "Männer" von Doris Dörrie. Weitere starke Auftritte folgten – etwa als skrupelloser Filmproduzent Reiter in der Satire "Rossini". Jetzt bekommt der 66-Jährige den Bayerischen Ehrenfilmpreis.

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    Jetzt ist es offiziell: Der Schauspieler Heiner Lauterbach bekommt in diesem Jahr den Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises. Ministerpräsident Söder würdigte den 66-Jährigen als einen "unserer ganz großen Filmstars". Lauterbach sei ein "wandlungsfähiger Charakterkopf" und einer der ganz wenigen Schauspieler in Deutschland, denen es gelinge, so viele Menschen ins Kino zu locken und zu begeistern.

    Lauterbach ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Seinen großen Durchbruch hatte er 1985 in Doris Dörries Komödie "Männer", in der er neben Uwe Ochsenknecht die Hauptrolle spielte und für die er mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde. Danach folgten Rollen in Krimi-Reihen wie Tatort, Ein Fall für zwei und 1994 die Hauptrolle in der Krimi-Reihe "Faust".

    Lauterbach übernahm auch Hauptrollen in Dieter Wedels "Der Schattenmann", in der Verfilmung von Dietrich Schwanitz’ Roman "Der Campus" und er gab den Investigativjournalisten im deutsch-österreichischen TV-Politthriller "Opernball – Die Opfer/Die Täter", an der Seite von Franka Potente.

    "Ein aus bayerischer Sicht besonderer Höhepunkt seiner Karriere war die Rolle des skrupellosen Filmproduzenten Oskar Reiter in der Satire "Rossini oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief"", hieß es heute in der Mitteilung der Staatskanzlei zum Ehrenfilmpreis.

    Dass Lauterbach noch immer auf der Leinwand begeistern kann, zeigte er jüngst in "Der Fall Collini". Anfang Februar wird er in der BR-Koproduktion "Enkel für Anfänger" im Kino zu sehen sein. In der Feel-Good-Komödie finden Lauterbach, Maren Kroymann und Barbara Sukowa als "Leihomas" und "Leihopa" eine neue Bestimmung und starten nochmal voll durch.

    Lauterbachs Autobiografie "Nichts ausgelassen"

    Lauterbach sorgte auch immer wieder durch sein Privatleben für Schlagzeilen. Von 1985 bis 2001 war er mit der Schauspielerin Katja Flint verheiratet, von 1996 bis 2000 war er dann mit Schauspiel-Kollegin Jenny Elvers liiert. Beide Beziehungen und sein exzessives Leben in dieser Zeit hat Lauterbach in seiner Autobiografie "Nichts ausgelassen" verarbeitet.

    Sogar in Zusammenhang mit der CDU-Spendenaffäre machte der Schauspieler von sich Reden: Lauterbach zahlte über 10.000 DM an Helmut Kohl, der das Geld im Jahr 2000 verwendete, um den Schaden der Partei in der Schwarzgeldaffäre auszugleichen.

    Aktuell ist er mit Viktoria Skaf verheiratet. Mit ihr und den beiden Kindern aus dieser Ehe lebt der Schauspieler am Starnberger See.

    Bayerischer Filmpreis wird am 17. Januar verliehen

    Vor Lauterbach wurden schon Filmgrößen wie Roland Emmerich, Werner Herzog, Hannelore Elsner, Wim Wenders oder Bruno Ganz mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Der Bayerische Filmpreis wurde 1979 zum ersten Mal vergeben. Er zählt zu den renommiertesten und best dotierten Auszeichnungen der deutschen Filmbranche.

    Der Bayerische Filmpreis wird am 17. Januar im Rahmen einer Gala im Münchner Prinzregententheater verliehen. Der Bayerische Rundfunk produziert die feierliche Gala und überträgt die Verleihung ab 20.15 Uhr im BR Fernsehen.

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