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Bayerische Fernsehpreise für zwei BR-Produktionen | BR24

© Alexander Fischerkoesen/ARD Degeto

Emma Bading als "Jennifer Reitwein" in "Play"

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Bayerische Fernsehpreise für zwei BR-Produktionen

Für ihre Rolle in dem Fernsehfilm "Play" über Einsamkeit in der Gaming-Szene bekommt Emma Bading einen "Blauen Panther". Produzent Fidelis Mager erhält einen Preis für die "Landfrauenküche" - der Jury zufolge "ein Juwel der Fernsehunterhaltung".

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Erst ist sie einsam, dann spielsüchtig: Im Fernsehfilm "Play", ausgestrahlt am 11. September vergangenen Jahres im Ersten, geht es um die 17-jährige Jennifer Reitwein, die in der virtuellen Welt eines Online-Spiels die Kontrolle über sich verliert. Um möglichst viel Zeit in der künstlichen Realität zu verbringen, vernachlässigt sie Schule und Familie, stürzt immer tiefer in die Abenteuer des fiktiven Rollenspiels "Avalonia". Das wollten bei der Erstausstrahlung besonders viele junge Zuschauer sehen, was zeigt, das sich die Zielgruppe angesprochen fühlte. Nicht zuletzt Schauspielerin Emma Bading in der Hauptrolle sorgte für den Erfolg der Produktion, und das wird ihr jetzt mit einem "Blauen Panther" gedankt, dem Bayerischen Fernsehpreis.

"Eine ganz starke Schauspielerin"

"Mit ihrer eindringlichen, emotional durchlässigen und hochintensiven darstellerischen Leistung verkörpert sie die junge Hauptfigur in ihrer Mischung aus Ernsthaftigkeit und jugendlicher Verlorenheit so eindrucksvoll, dass es dem Zuschauer den Atem raubt", urteilt die Jury: "Emma Bading nimmt uns mit ihrem Spiel mit in die vielschichtige, ambivalente und abgründige Existenz der Protagonistin und trägt so entscheidend dazu bei, dass wir bereit sind, diese Abwärtsspirale bis tief in die Dunkelheit mitzugehen. Eine ganz starke junge Schauspielerin in einem ebenso starken wie beklemmenden Film, der lange nachwirkt!"

© Philipp Thumaier/BR/megaherz

Nicole Roth (rechts) und Luise Engelbrecht: Landfrauen 2020

Auch Produzent Fidelis Mager von der Unterföhringer megaherz GmbH kann feiern: Er ist seit 2009 für die "Landfrauenküche" verantwortlich und erreicht mit jeder einzelnen Folge durchschnittlich eine halbe Million Zuschauer. "Es ist ein großer Verdienst des Münchner Produzenten Fidelis Mager, mit seiner Produktion 'Landfrauenküche' den ländlichen Raum und seine Menschen auf unterhaltsame und gleichzeitig informative Weise auf den Bildschirm zu bringen", so die Jury: "Und das in konstant hoher Qualität und mit großem Erfolg beim Publikum. Fidelis Mager ist es gelungen, ein kleines Juwel der Fernsehunterhaltung zu schaffen, hochklassig fotografiert und mit Humor und Liebe zum Detail in Szene gesetzt."

Jeweils sieben Landfrauen aus den sieben bayerischen Regierungsbezirken bekochen sich jeweils gegenseitig und tratschen über Rezepte, Traditionen und Ansichten. Nicht bieder, sondern aufgeschlossen, neugierig, selbstbewusst.

© BR

Das BR-Erfolgsformat "Landfrauenküche" gewinnt den Bayerischen Fernsehpreis 2020. Produzent Fidelis Mager erhielt diesen heute in einer Feierstunde in der Münchner Residenz.

"BR geht auch technisch neue Wege"

Reinhard Scolik, der Programmdirektor Kultur des Bayerischen Rundfunks, ist angesichts des zweifachen Erfolgs sehr zufrieden: "Ein Bayerischer Fernsehpreis ist eine großartige Auszeichnung für die Gewinnerin und den Gewinner selbst, aber auch für die Institution, die dahintersteht. Die diesjährigen Preise zeigen in besonderem Maße die große Bandbreite im Angebot des Bayerischen Rundfunks: Die Landfrauenküche beweist seit vielen Jahren, wie erfolgreich regional verankerte Unterhaltung nicht nur im Fernsehen, sondern auch in der BR Mediathek ist.

Mit 'Play', einem Film, der auch technisch neue Wege gegangen ist, hat der Bayerische Rundfunk erneut ein gesellschaftlich hochrelevantes Thema für eine breite Zuschauerschaft aufbereitet – mit einer großartigen Emma Bading in der Hauptrolle. Meinen herzlichen Glückwunsch an Fidelis Mager und alle Beteiligten an der 'Landfrauenküche' sowie an Emma Bading!"

Aylin Tezel und Felix Klare sind beste Schauspieler

Den Preis als beste Regisseurin erhält Pia Strietmann für den ZDF-Film „Endlich Witwer“. In der Kategorie Information gewinnt die Pro7-Produktion "Deutsche an der ISIS-Front". Der Film sei "ein Stück Qualitätsfernsehen, weil die Reportage eben nicht auf einer vorgefassten Meinung fußt, sondern neugierig im besten Sinne des Wortes ist. Weil sie auch die Rolle des Reporters und seines Teams thematisiert." Beste Schauspielerin ist für die Jury Aylin Tezel ("Der Club der singenden Metzger"), bester Schauspieler Felix Klare ("Weil du mir gehörst"). Den Ehrenpreis, das wurde schon gestern bekannt, erhält heuer Carolin Reiber, seit 1970 Moderatorin im BR-Fernsehen. Und dort, im BR-Fernsehen, wird auch eine Zusammenfassung der Verleihung zu sehen sein: Morgen um 22 Uhr 45.

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