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Bäume pflanzen für die nächste Generation | BR24

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50.000 Euro hat die Nürnbergerin Margit Grüll von ihrer Mutter geerbt. Damit hätte sie sich ein Auto kaufen oder eine Weltreise finanzieren können. Doch sie wollte mehr daraus machen.

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Bäume pflanzen für die nächste Generation

50.000 Euro hat die Nürnbergerin Margit Grüll von ihrer Mutter geerbt. Damit hätte sie sich ein Auto kaufen oder eine Weltreise finanzieren können. Doch sie wollte mehr daraus machen – etwas säen, wovon auch spätere Generationen noch profitieren.

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Margit Grüll mag Herausforderungen. Als ihre Kinder im Grundschulalter waren, machte sie das Abitur nach und studierte Biologie. Und als sie 50.000 Euro von ihrer Mutter erbte, gründete sie eine Stiftung. Für mehr Grün in ihrer Heimatstadt Nürnberg. Die Idee dazu kam ihr in einem Leipziger Park, in dem sie mit ihrem Enkel Benjamin spazieren ging. "Ich habe festgestellt, dass die Leipziger viele junge Bäume gepflanzt haben. Und an vielen war eine Plakette auf der stand, warum er gestiftet wurde, welche Baumart es ist. Da habe ich mir gedacht: in Nürnberg fehlen so viele Bäume. Es wird Zeit, da muss man sich darum kümmern."

Bäume für ein besseres Klima

Am Wöhrder See im Stadtgebiet Nürnberg sorgen mittlerweile verschiedene Baumarten für ein besseres Klima. Das ist Margit Grülls Stiftung "Bäume für Nürnberg" zu verdanken. Mitmachen kann jeder. Wer ausreichend zustiftet bekommt am Stifterhain einen eigenen Baum. Die Stiftungsgründerin selbst hat einen Tulpenbaum.

Park statt Parkplatz

Die Stiftung hat auch schon andere Projekte für mehr Grün unterstützt, zum Beispiel einen Park, den die Stadt Nürnberg aus einem Parkplatz gemacht hat. "Es ist ein Kleinod, mitten in der Stadt. Ein winzig kleines Grundstück, vorher war hier nur Steine und Müll. Nun ist der Ort aufgewertet worden, und wird auch sehr gut angenommen", freut sich Margit Grüll.

Baumarten, die den heißen Sommern trotzen, sollen auch in der Innenstadt für ein besseres Klima sorgen. Für die genaue Standortwahl und die Pflanzung ist die Kommune zuständig. Margit Grüll und ihre "Bäume für Nürnberg Stiftung" stehen in regelmäßigem Austausch mit André Winkel vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg. "Das können wir nur begrüßen, dass uns bürgerliches Engagement in der Arbeit unterstützt. Und ja, Nürnberg kann noch sehr viele Bäume vertragen. Da arbeiten wir gemeinsam daran."

2014 wurde der erste Stiftungsbaum gepflanzt

Begonnen hat alles 2014 am Frauentorgraben. Der damalige Oberbürgermeister Ulrich Maly war dabei, als der erste Stiftungsbaum gepflanzt wurde. Eine Blumenesche mit dem Namen "Benjaminbaum". Den hat Margit Grüll ihrem Enkel gewidmet. Der hat als kleiner Junge beim Pflanzen fleißig mitgeholfen. Der Baum an der mittelalterlichen Mauer steht als Symbol, dass Margit Grüll in ihrem Leben nicht nur an sich selbst, sondern auch an die kommende Generation denkt.