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Kultur

Ausstellung in Bayreuth: Kriegserlebnisse in Franken und Syrien | BR24

© Bayern2/regionalZeit Bayern

Zwei Sprachen, zwei Kriege, eine Ausstellung: Eine zweisprachige Sonderausstellung im Historischen Museum Bayreuth verbindet Kriegserfahrungen des Dreißigjährigen Krieges in Franken mit Kriegserfahrungen des Syrien-Krieges.

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Ausstellung in Bayreuth: Kriegserlebnisse in Franken und Syrien

Es ist ein ungewöhnliches Projekt, das im Historischen Museum in Bayreuth umgesetzt wurde. Eine Ausstellung über zwei Kriege. Der eine fand vor 400 Jahren statt, der andere tobt aktuell. Es geht um den Dreißigjährigen Krieg und den Krieg in Syrien.

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Historisches und aktuelles Kriegserleben miteinander verbinden – das ist das Ziel einer neuen Ausstellung im Historische Museum in Bayreuth. Verbunden werden Kriegserfahrungen des Dreißigjährigen Krieges in Franken von vor 400 Jahren mit Kriegserfahrungen des gegenwärtigen Syrien-Krieges. Entstanden ist so eine einmalige, zugleich historische wie aktuell-politische Ausstellung.

Erlebte Geschichte

Franken uns Syrien: Die beiden räumlich und zeitlich voneinander getrennten Kriege haben durchaus Gemeinsamkeiten, so Stefan Benz von der Universität Bayreuth.

"Vor allem das, was die Menschen betrifft. Dass Menschen leiden, dass Menschen fliehen, vertreiben werden. Dass der Krieg kommt, dass Menschen Ohnmacht erfahren – all das was im Krieg passiert, was man verdrängt, was in den Geschichtsbüchern nicht steht." Stefan Benz, Universität Bayreuth

Gemeinsam mit Marcus Mühlnikel vom Institut für Fränkische Landesgeschichte und Studierenden der Hochschule hat Benz die Ausstellung konzipiert. Die Ausstellung will keine Erklärung über die Hintergründe der beiden Kriege abbilden, sondern erzählt von Menschen, die Geschichte erleben und erleiden.

Die komplette Ausstellung "Dieweil das Land verheeret" ist zweisprachig und als Wanderausstellung konzipiert. Bis Mitte März ist die Ausstellung in Bayreuth zu sehen. Anschließend wird sie in Kulmbach aufgebaut.