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Ausstellung in Aschaffenburg: Kirchner nach dem Krieg | BR24

© Katrin Küx/BR-Mainfranken

Im Aschaffenburger Kirchner-Haus findet derzeit die Ausstellung "Kirchner nach dem Krieg" statt. Mit der Ausstellung wird an die erste Kirchner-Ausstellung in Aschaffenburg überhaupt erinnert.

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Ausstellung in Aschaffenburg: Kirchner nach dem Krieg

Im Aschaffenburger Kirchner-Haus findet derzeit die Ausstellung "Kirchner nach dem Krieg" statt. Mit der Werk-Schau wird an die erste Kirchner-Ausstellung in Aschaffenburg überhaupt erinnert.

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Im Kirchner-Haus werden Ernst Ludwig Kirchners "Lebensstationen" in einer multimedialen Ausstellung gezeigt. Als Sensation gilt hierbei ein Kirchner-Original, das bereits 1948 in Aschaffenburg zu sehen war: das "Mädchen mit Hut". Damals, kurz nach dem Krieg wurden die Menschen erstmals mit dem berühmten Aschaffenburger konfrontiert.

"Wir sehen hier die 1. Kirchner-Ausstellung überhaupt in Aschaffenburg, zehn Jahre nach seinem Tod. Wie sehen woher die Ausstellungsstücke kamen und wohin sie wieder gegangen sind." Klaus Eymann

Ein halbes Jahr lang hat Klaus Eymann vom Kirchner-Haus-Verein mit seiner Frau Ute rund um diese erste Ausstellung 1948 in Aschaffenburg recherchiert. In den Jahren nach dem Krieg gab es Künstler, die es sich auf die Fahnen geschrieben hatten, das kulturelle Leben in der Stadt zu fördern: Im Februar 1948 gründete sich eine Kulturliga, die bereits einen Monat später Graphiken und Aquarelle des großen Brücke-Künstlers in seine Heimatstadt holte.

"Wir sehen sehr malerische Stücke wie hier 'Allee am Abend', Bilder aus dem Taunus, Bilder aus Fehmarn, badende Frauen und wir sehen Bilder aus der Schweizer Zeit" Klaus Eymann

Berühmter Sohn Aschaffenburgs

Der berühmte Expressionist Ernst Ludwig Kirchner wurde 1880 in Aschaffenburg geboren. Kirchner hatte Anfang des 20. Jahrhunderts die Kunstwelt revolutioniert. Er ist einer der Mitbegründer der Künstler-Gruppe "Die Brücke". Das Aschaffenburger Kirchner-Haus ist das Geburtshaus des Malers. Ein engagierter Kreis Kunstinteressierter hat sich in Aschaffenburg vor einigen Jahren zusammengetan, um dem berühmten Sohn der Stadt ein Denkmal zu setzen und betreibt – ehrenamtlich! – ein Museum in Kirchners Geburtshaus.