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„Ausmisten ist gut für die Seele“ | BR24

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„Ausmisten ist gut für die Seele“

Ein Trend aus den USA heißt "Decluttering": Coachs helfen Menschen, ihre Wohnung - und oft ihr Leben - zu entrümpeln. Mit diesem Thema ist Werner "Tiki" Küstenmacher zum Bestseller-Autor geworden. Bayern 2 hat mit ihm übers Decluttering gesprochen.

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Für Küstenmacher ist das Ausmisten ein "Mega-Trend". Er erinnert sich: Als er Ende der 90er angefangen habe, hätte der Durchschnittshaushalt 10.000 Gegenstände besessen - "heute sind es in den USA eher 300.000", und auch hierzulande wachse der Wunsch sich von Dingen zu trennen, die jeder so mitschleppe.

Klein anfangen

Der wichtigste Tipp von Küstenmacher lautet: "Beginnen Sie nicht gleich mit den großen Aufgaben, wie die gesamte Garage oder den ganzen Dachboden. Daran könnten Sie scheitern und genervt aufgeben."

Er rät, lieber mit etwas Übersichtlichem anzufangen, zum Beispiel mit einer Schublade: "Wischen Sie sie einmal durch und räumen Sie nur die Sachen wieder ein, von denen Sie überzeugt sind, dass Sie sie behalten wollen.“

Natürlich sind mit vielen Gegenständen auch Erinnerungen verbunden. Für Simplify-Autor Küstenmacher geht es darum, das Volumen dieser Dinge zu reduzieren: "Statt des riesigen Schranks mit dem Geschirr der Oma reicht vielleicht auch ein kleines Kaffeeservice."

Ausmisten ist kein Selbstzweck

Es sind aber nicht nur Schränke und Keller, die man ausmisten könne, sagt Küstenmacher, der auch evangelischer Pfarrer und Karikaturist ist. Immer wieder erlebe er es, dass Menschen auch ihren Freundeskreis entrümpeln würden.

Statt sich mit den immer gleichen Leuten zu langweilen, könne man auch mal nachschauen: "Wo könnte ich neue Bekanntschaften schließen, und dafür die alten ein bisschen zurückstellen?" Denn Aufräumen und Ausmisten sei kein Selbstzweck, sondern es werde Raum für Neues geschaffen. "Decluttering ist gut für die Seele", meint Küstenmacher.