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Aus für Clingenburg Festspiele: Verein muss Insolvenz anmelden | BR24

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Nach 26 Jahren müssen die Clingenburg Festspiele aufgeben. Wie der Trägerverein mitteilt, hat er am 31. August 2019 Insolvenz angemeldet.

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Aus für Clingenburg Festspiele: Verein muss Insolvenz anmelden

Nach 26 Jahren müssen die Clingenburg Festspiele aufgeben. Wie der Trägerverein des Freilichttheater-Festivals mitteilt, hat er am 31. August 2019 Insolvenz angemeldet.

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In Klingenberg am Main geht eine Ära zu Ende: Nach 26 Jahren müssen die Clingenburg Festspiele aufgeben. Der Trägerverein hat am 31. August 2019 Insolvenz angemeldet, "da der Verein ohne die Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten für eine neue Spielzeit nicht alle Rechnungen aus dem Spielbetrieb 2019 begleichen kann". Aus eigenen Kräften könne das Budget, das zwischenzeitlich auf jährlich fast 1,5 Millionen Euro angewachsen sei, nicht mehr finanziert werden.

Überwiegend selbstfinanziert

Laut einer Pressemitteilung bestreiten die Festspiele bislang 85 Prozent ihres Etats aus eigenen Mitteln: aus Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern, Sponsoren-Einnahmen, Spenden und Verträgen mit Medienpartnern. Der Rest werde von der öffentlichen Hand finanziert. "Damit sind die Festspiele in Klingenberg am Main eines von wenigen nicht staatlichen Theatern bundesweit, die mit dieser Konstellation arbeiten müssen", heißt es.

Staatliche Zuschüsse müssten erhöht werden

Um den Fortbestand der Festspiele zu sichern, müssten die finanziellen Zuschüsse durch die Stadt Klingenberg, den Bezirk Unterfranken und das Kultusministerium Bayern "dauerhaft signifikant und verlässlich" erhöht werden. Wochenlang habe der Vorstand mit staatlichen Behörden gesprochen und versucht, die Insolvenz doch noch abzuwenden – vergeblich.

Technik muss dringend erneuert werden

Zwar habe man in dieser Spielsaison durch den neuen Intendanten und die verpflichteten Regisseure die Qualität des professionellen Theaters weiter steigern können. Allerdings seien die Zuschauerzahlen nicht so gestiegen, dass die Kosten dafür aufgefangen werden konnten. Aufgrund der fehlenden Mittel habe man zudem dringend notwendige Investitionen nicht umsetzen können. So müssten Licht- und Tontechnik erneuert werden, weil sie nicht mehr den neuesten technischen Anforderungen entsprechen. Auch in anderen Bereichen wie der Ausstattung der Schneiderei und in Getränkestände müsste investiert werden, damit für die nächsten Jahre ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden könnte.

Fast eine Million Besucher

"Es geht eine erfolgreiche Ära zu Ende", heißt es abschließend in der Pressemitteilung. Den Festspielen sei es gelungen, in den 26 Jahren Spielzeit fast eine Million Menschen nach Klingenberg zu holen. Der Enthusiasmus der ehrenamtlich tätigen Vorstände, Beiräte und Helfer habe es ermöglicht, die Festspiele über diesen langen Zeitraum am Leben zu halten.

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Nach 26 Jahren stehen die Clingenburg Festspiele im Landkreis Miltenberg vor dem Aus. Der Trägerverein muss Insolvenz anmelden, da er die jährlichen Kosten alleine nicht mehr stemmen kann.