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Augsburger Brechtfestival zu Ende: Mehr als 6.000 Besucher | BR24

© BR / Mario Kubina

Ein Riesenrad und der Duft von gebrannten Mandeln: Ein Hauch von Plärrer sollte beim Brechtfestival in der Luft liegen.

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Augsburger Brechtfestival zu Ende: Mehr als 6.000 Besucher

Den "Plärrer-Brecht" wollten die Veranstalter zeigen - und mehr als 6.000 Menschen schauten sich das an. Das zeigt die Abschlussbilanz des Brechtfestivals. Höhepunkte waren zwei "Spektakel"-Abende, an denen das Festival zum Volksfest werden sollte.

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Zehn Tage lang drehte sich in Bertolt Brechts Geburtsstadt alles um den Dichter und sein literarisches Erbe. Am vergangenen Wochenende ging das Augsburger Brechtfestival 2020 zu Ende. Wie die Veranstalter am Montag mitteilten, besuchten in diesem Jahr mehr als 6.000 Menschen das Festival.

Brecht-Spektakel in Plärrer-Atmosphäre

Die Festivalleiter Tom Kühnel und Jürgen Kuttner hatten ein neues Konzept entwickelt, um nach eigenen Worten den "Plärrer-Brecht" wiederaufleben zu lassen: Höhepunkte waren zwei "Spektakel"-Abende auf dem Areal des Staatstheaters im Augsburger Martinipark. Dabei wurden mehrere Bühnen gleichzeitig bespielt. Ein Riesenrad und der Duft von gebrannten Mandeln sollten für Volksfeststimmung sorgen.

Staatstheater Augsburg steuert Premiere zum Brechtfestival bei

Für das Brechtfestival kamen Schauspiel-Stars wie Corinna Harfouch, Charly Hübner und Maren Eggert in die Stadt. Auch Beiträge des Augsburger Staatstheaters und der freien Theaterszene waren zu sehen. Das Staatstheater steuerte etwa mit der Inszenierung "Švejk / Schwejk" eine Uraufführung zum Programm bei.

"Lange Brechtnacht" besonders gut besucht

Viele Festivalveranstaltungen waren den Organisatoren zufolge ausverkauft - zum Beispiel die "Lange Brechtnacht" mit einem Auftritt der oberbayerischen Independent-Band "The Notwist". Auch die Vergabe des Bertolt-Brecht-Preises an die Schriftstellerin Sibylle Berg stieß den Organisatoren zufolge auf großes Interesse: Der Goldene Saal im Augsburger Rathaus sei zur Preisverleihung voll besetzt gewesen.

© BR

Die literarische Figur des Soldaten Schwejk ist fester Bestandteil des kulturellen Selbstverständisses unserer tschechischen Nachbarn. Eine Bühnenfassung hat im Rahmen des Augsburger Brechtfestivals Premiere gefeiert.