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Aretha Franklin
© dpa-Bildfunk/Jeff Kowalsky

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Aretha Franklin

Gut ein halbes Jahr nach ihrem Tod ist Soulsängerin Aretha Franklin mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden. Franklin habe "über mehr als fünf Jahrzehnte unauslöschliche Beiträge zur amerikanischen Musik und Kultur" geleistet, sagte Dana Canedy im Auftrag der Jury. Franklin wurde mit Titeln wie "Respect" und "Chain of Fools" zu einer der erfolgreichsten Soulsängerinnen ihrer Generation und war im August 2018 im Alter von 76 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Franklin war auch die erste Frau, die in die Ruhmeshalle des Rock and Roll aufgenommen wurde. Sie sang bei den Amtseinführungen der Präsidenten Brack Obama, Bill Clinton und Jimmy Carter und bei der Beerdigung der Bürgerrechtspionierin Rosa Parks.

Pulitzer für Berichte nach Schulmassaker

Die US-Lokalzeitung "Sun-Sentinel" aus dem Bundesstaat Florida gewann den Pulitzerpreis für ihre Berichterstattung nach dem Massaker an einer High School in Parkland mit 17 Toten. Das Blatt habe Versagen an Schulen und bei Strafverfolgern vor und nach der Bluttat im Februar 2018 aufgedeckt, so die Jury in New York.

Die ausgezeichneten Journalisten zeigten sich bewegt. Die Chefredakteurin der "Sun-Sentinel", Julie Anderson, sagte, die Reporter seien sich bewusst, für was sie ausgezeichnet worden seien. "Es gibt noch immer Familien, die trauern. Deshalb ist es keine Freude... Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Wir sind auch emotional."

Preis für Oper über Missbrauch

In der Kategorie Musik wurde die kanadische Musikerin Ellen Reid für ihre Oper "Prism" mit einem Pulitzer ausgezeichnet. Die Oper befasst sich mit den Folgen sexuellen und emotionalen Missbrauchs. Neben ihrer Karriere mit der Band Crash Test Dummies ist Reid zunehmend als Solo-Künstlerin aktiv.

In den Kategorien Literatur, Biografie und Poesie wurden Richard Powers für "Die Wurzeln des Lebens", Jeffrey Stewart für "The New Negro" über den New Yorker Philosophen Alain Locke und Forrest Gander für seine Elegien-Sammlung "Be With" ausgezeichnet.

21 Preis-Kategorien

Die seit 1917 vergebenen Pulitzer-Preise sind nach ihrem Stifter, dem in Ungarn geborenen amerikanischen Journalisten und Verleger Joseph Pulitzer (1847-1911) benannt. Der in 21 Kategorien vergebene Preis zählt zu den wichtigsten Journalismus-Auszeichnungen.