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Architektonische Denkmodelle in KZ-Gedenkstätte Flossenbürg | BR24

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In der Flossenbürger KZ-Gedenkstätte sind ab Montag Abschlussarbeiten von Architekturstudenten zu sehen. Sie haben kreative Denkmodelle erarbeitet, was an Grenzorten in der nördlichen Oberpfalz gebaut werden könnte.

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Architektonische Denkmodelle in KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

In der Flossenbürger KZ-Gedenkstätte sind in dieser Woche Abschlussarbeiten von Architekturstudenten zu sehen. Sie haben kreative Denkmodelle erarbeitet, was an Grenzorten in der nördlichen Oberpfalz gebaut werden könnte.

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Am Montagabend eröffnet in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) eine Ausstellung über architektonische Denkmodelle. Sie steht unter dem Titel "Grenzen". Beteiligt ist das renommierte Architekturbüro Brückner und Brückner aus Tirschenreuth. Die beiden Brüder Peter und Christian Brückner haben eine Gastprofessur an der Hochschule Biberach in Baden-Württemberg und haben die Masterarbeiten von 20 Studenten betreut.

Denkanstöße für neue Bauwerke entlang der Grenze

Für die Abschlussarbeiten haben die beiden Architekten acht Orte in der nördlichen Oberpfalz entlang der tschechischen Grenze ausgesucht. Die Studenten haben dort recherchiert und entwickelt, was gebaut werden könnte. Zudem wurden den Studenten als Vorgabe ein Material zugelost, aus dem ihr Gebäude oder Bauwerk bestehen soll. Normalerweise sei das Prinzip umgekehrt, sagt Peter Brückner. Für ihre Abschlussarbeit sollten die Studenten einfach darüber nachdenken, was an den Orten fehle oder was dort entstehen könnte. Die entstandenen Modelle werden nicht umgesetzt, sondern sind Denkanstöße.

Von Gedenkstätte bis Wandelgänge

Entstanden sind beispielsweise eine Übernachtungsmöglichkeit im Steinbruch in Flossenbürg, Wandelgänge in Marienbad, ein Gradierwerk in einem See in Franzensbad oder auch eine Art Gedenkort in dem kleinen Dorf Herrmannsreuth, das durch die Grenze geteilt wurde und deren tschechischer Ortsteil komplett abgerissen worden ist.

Das Thema Grenzen beschäftigt die beiden Brückner-Architekten immer wieder in ihrer Arbeit. "Grenzen sind da, wo etwas beginnt und nicht wo etwas endet", sagt Peter Brückner. Die Ausstellung dauert bis Donnerstag, der Eintritt ist frei.