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Älteste Filmaufnahmen aus der Stadt Aschaffenburg entdeckt | BR24

© Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Älteste Filmaufnahmen aus der Stadt Aschaffenburg entdeckt

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    Älteste Filmaufnahmen aus der Stadt Aschaffenburg entdeckt

    In Aschaffenburg sind die ältesten bislang bekannten Filmaufnahmen der Stadt entdeckt worden. Es handelt sich um einen kurzen Film aus dem Jahr 1912. Das Material wurde von einem damaligen Kinobesitzer gedreht. Die alte Filmrolle birgt Gefahren.

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    Die Filmaufnahmen entstanden im Juli 1912 anlässlich des damaligen 50-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr in Aschaffenburg. Ein Aschaffenburger Kinobesitzer Fritz Rüth filmte den Festzug und produzierte einen Stummfilm aus dem Material. Die alte Filmrolle ist nun wieder aufgetaucht. Wie das Aschaffenburger Stadt- und Stiftsarchiv mitteilt, handelt sich um die mit Abstand ältesten bekannten Aufnahmen aus der Stadt.

    Historische Filmbilder aufwändig digitalisiert

    Die unscheinbare Filmdose mit dem historisch bedeutsamen Inhalt stammt aus dem Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Aschaffenburg. Das Aschaffenburger Stadt- und Stiftsarchiv hat den Originalfilm digitalisieren lassen. Auf dem YouTube-Kanal der Stadt ist der Film zu sehen und außerdem eine stadthistorische Einordnung mit Erklärungen zu den einzelnen Szenen.

    Tatsächlich "explosives Material"

    Wie sich bei der Untersuchung des Materials gezeigt hat, ist die alte Filmrolle aber auch noch aus einem anderen Grund tatsächlich "brisant": Das Material besteht aus Nitrozellulose, die extrem brennbar und sogar explosionsgefährlich ist. Solche "Nitratfilme" waren in den ersten Jahrzehnten der Filmgeschichte sehr verbreitet. Heute fallen sie in Deutschland unter das Sprengstoffgesetz.

    Daher wurde die Neuentdeckung direkt an eine Spezialfirma zur Digitalisierung geliefert. Das Original der Filmrolle liegt jetzt als Dauerleihgabe in einem besonders gesicherten Spezialarchiv des Bundesarchivs.

    Kaum Werke des Filmpioniers erhalten

    Von dem Aschaffenburger Kinobetreiber Fritz Rüth ist bekannt, dass er neben seinem eigentlichen Beruf als Kinobesitzer auch filmend tätig war. Allerdings ist nur noch ein weiterer Film aus den 1920er Jahren erhalten. Weitere alte Filmaufnahmen von Fritz Rüth sind offenbar verschollen.

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