Zurück zur Startseite
Kultur
Zurück zur Startseite
Kultur

34. Kissinger Sommers zu Ende gegangen | BR24

© BR

Mit einem Feuerwerk über dem Rosengarten ist am Sonntagabend der 34. Kissinger Sommer zu Ende gegangen. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen führte zusammen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks Mozarts Messe in c-Moll auf.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

34. Kissinger Sommers zu Ende gegangen

Mit einem Abschlussfeuerwerk über dem Rosengarten ist am Sonntagabend der 34. Kissinger Sommer zu Ende gegangen. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen führte zusammen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks Mozarts Messe in c-Moll auf.

1
Per Mail sharen
Teilen

Das Abschlusskonzert fand im Regentenbau in Bad Kissingen statt. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen trat zusammen mit ihrem Chefdirigenten Paavo Järvi und dem Chor des Bayerischen Rundfunks auf. Zu den gefeierten Solisten des Abends zählten die Sopranistinnen Valentina Farcas und Julia Lezhneva. Letztere hatte den Kissinger Sommer in diesem Jahr als "Artist in Residence" begleitet.

Sopranistin Lezhneva will wiederkommen

Lezhneva sagte am Rande des Abschlussempfangs, dass sie sich während der Festivalwochen in Bad Kissingen verliebt habe. Sie vermisse die Stadt schon jetzt und hoffe, wiederzukommen. Unter den Veranstaltern gab es am Ende ausnahmslos glückliche Gesichter. Von "zauberhaften Wochen", die viel zu schnell vergangenen seien, sprach Oberbürgermeister Kay Blankenburg.

© BR/Anke Gundelach

Abschlussfeuerwerk im Bad Kissinger Rosengarten

Intendant Tilman Schlömp freute sich nach den insgesamt 56 Veranstaltungen über eine gute Konzertauslastung. Schlömp zufolge lag sie bei 61,65 Prozent. Dankesworte richtete Schlömp neben den Künstlern an Sponsoren, Partner und Helfer im Hintergrund, aber auch an das Publikum, das sich für neue Musik und ungewöhnliche Formate offen gezeigt hätte.

"Inzwischen ist es so, dass die Leute gemerkt haben, man kann sich auch mal auf ein Experiment einlassen. Man darf auch mal in ein Konzert gehen, wo man den Künstler noch nicht kennt." Tilman Schlömp, Intendant Kissinger Sommer

Als ein Highlight hob Schlömp die Neuinterpretation der Oper "Orpheus und Eurydike" hervor, die bei ihrer Uraufführung im Rossini-Saal stehende Ovationen erntete. Der aus Schweinfurt stammende Komponist Damian Scholl hatte sich das Werk von Christoph Willibald Gluck vorgenommen, es gekürzt und mit eigenen Passagen neu zusammengesetzt. Es war die erste Auftragskomposition für den Kissinger Sommer, jenseits der Reihe "Kissinger Liederwerkstatt".

Förderung im Beethoven-Jahr 2020

Um die Auslastung der Konzerte weiter zu verbessern, sollen die Marketingaktivitäten noch ausgebaut werden. Die Planungen für den nächsten Kissinger Sommer laufen bereits. Für das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 erhält das Festival erstmals eine hohe Bundesförderung. Unter anderem sollen die "Missa Solemnis" und die 9. Symphonie mit der "Ode an die Freude" aufgeführt werden. In einem Vorschau-Flyer, der jetzt druckfrisch vorliegt, nennen die Organisatoren als weitere Höhepunkte unter anderem Carl Orffs "Carmina Burana" mit den Bamberger Symphonikern, eine italienische Operngala mit Sopranistin Angela Gheorghiu oder George Gershwins Klavierkonzert in F-Dur mit Jean-Yves Thibaudet.

Der nächste Kissinger Sommer beginnt am 19. Juni 2020. Der Bayerische Rundfunk hat unter anderem das Abschlusskonzert des diesjährigen Kissinger Sommers mitgeschnitten. BR Klassik strahlt es am 9. September ab 18.05 Uhr aus.