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Des Meistermalers unbekannte Seite | BR24

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Des Meistermalers unbekannte Seite

Emil Nolde malt Meerbilder und Mohnblumen. Stimmt – aber der vor 150 Jahren geborene Künstler war mehr als das. Das Buchheim-Museum zeigt jetzt Noldes groteske Bilder – voller Fantasiegestalten und Berggeister, nackt, bucklig und grell. Von Lena Held

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"Nolde hat diese Grotesken ganz offensichtlich entstehen lassen, aus sich heraus kommen lassen, um einen Druck, der sich bei ihm aufgebaut hat, beim Malen von Landschaften, von Blumengärten, von religiösen Bildern, diesen Druck abzulassen, einfach mal wieder frei zu sein, sich frei zu malen." Kurator Ulrich Luckhardt

Wie im Rausch schuf Nolde seine Grotesken. Manchmal wirkt es so als hätte er die Figuren erst im Nachhinein – aus einer spontanen Lust heraus – auf seine klassischen Sujets gesetzt. Etwa die "Begegnung am Strand“. Vor einer Meeres- und Wolkenkulisse begegnet eine schöne barbusige Frau einer übertrieben buckligen Gestalt.

Die reine Freude an der Malerei

Beim Ölgemälde "Wüstes Jagen“ rast ein rothaariger Frauenkopf durch die Szenerie und auf seinem Aquarell "Die Tanzende“ hüpft ein junges Mädchen fröhlich auf dem Kopf des Künstlers herum. Bei diesen Bildern wird Noldes reine Freude an der Malerei spürbar. Besonders bei seinen Aquarellen, auf denen er die Farben selbst malen lässt, die scheinbar unkontrolliert und zufällig ineinander verlaufen und sich so zu Fabelwesen entwickeln.

Die Ausstellung "Nolde. Die Grotesken“ ist bis zum 15. Oktober im Buchheim Museum in Bernried zu sehen.