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52. Hofer Filmtage starten mit "Glück ist was für Weicheier" | BR24

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Seit letzter Nacht sitzen Filmfans mit Schlafsack und Thermoskanne vor dem Kartencontainer. Sie können es kaum erwarten, dass die 52. Hofer Filmtage losgehen. Den Beginn macht heute die Tragikkomödie "Glück ist was für Weicher".

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52. Hofer Filmtage starten mit "Glück ist was für Weicheier"

Heute starten die 52. Hofer Filmtage, eines der wichtigsten deutschen Filmfestivals. Bis Sonntag sind in Hof mehr als 130 Deutschlandpremieren zu sehen. Als Eröffnungsfilm wird die Tragikkomödie "Glück ist was für Weicheier" gezeigt.

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Schon seit den frühen Morgenstunden sitzen eingefleischte Filmfans mit Schlafsäcken und Thermoskannen vor dem Kartencontainer der Hofer Filmtage in der Innenstadt. Das Anstehen gehört zum Kult der Filmtage. Denn: Karten gibt es genügend. Alle Filme werden mindestens zwei Mal gezeigt.

© BR-Studio Franken/Annerose Zuber

Filmfans warten auf Karten für die Hofer Filmtage.

Am Abend werden die 52. Hofer Filmtage mit der Tragikkomödie "Glück ist was für Weicheier/Happiness Sucks" von der deutsch-rumänischen Regisseurin Anca Miruna Lazarescu offiziell eröffnet. Der Eröffnungsfilm läuft parallel ab 19.30 Uhr im Central Kino und ab 20.15 Uhr im Scala Kino. Darin geht es um ein junges Mädchen, das versucht ihrer kranken großen Schwester das Leben zu retten. Sie ist davon überzeugt, dass Sex die Heilung ist.

130 Filmpremieren zu sehen

Bis Sonntag erleben in Hof rund 130 kurze und lange Spiel- und Dokumentarfilme ihre Deutschlandpremiere, darunter auch fünf Koproduktionen des Bayerischen Rundfunks. Die Hofer Filmtage gelten nach der Berlinale als das wichtigste deutsche Filmfestival. Zum einen sind sie eine Talentschmiede für junge deutsche Filmemacher. Zum anderen werden in der oberfränkischen Stadt auch internationale Produktionen erstmals dem deutschsprachigen Publikum vorgestellt. Darunter ist beispielsweise die Biographie "Mary Shelley" über die Autorin der Frankenstein-Geschichte, die erst im Dezember in die deutschen Kinos kommt.

Filme aus 15 Ländern

Die internationalen Beiträge kommen in diesem Jahr aus 15 Ländern, darunter Ungarn, Brasilien, Südafrika und die Türkei. Der inhaltliche rote Faden, der sich durch viele Produktionen zieht: die Ausgrenzung des Einzelnen wegen seiner Religion, sexuellen Orientierung oder politischen Stellung, wie der neue Leiter des Festivals, Thorsten Schaumann, vorab erklärte.

Viele Schauspieler und Filmemacher unter den Gästen

Neben vielen Nachwuchs-Talenten werden in Hof auch Stars wie etwa die Schauspieler Katja Riemann, Karoline Schuch, Frederick Lau oder Filmemacher Edgar Reitz erwartet. Es werden auch wieder mehrere Preise vergeben, darunter der Förderpreis Neues Deutsches Kino für den besten Film, der "Hofer Goldpreis" für die beste Regie und der Filmpreis der Stadt Hof.

"Hofer Goldpreis" wird zum ersten Mal verliehen

In diesem Jahr wird erstmals der "Hofer Goldpreis" vergeben. Diese neue Auszeichnung erinnert an den legendären Festivalleiter Heinz Badewitz, der 2016 plötzlich verstorben war. Der "Hofer Goldpreis" ist mit 35.000 Euro dotiert und wird am Samstag an den Regisseur des besten deutschen Erstlingsfilms verliehen.

Hofer Filmtage zum zweiten Mal mit Thorsten Schaumann

Geleitet werden die Hofer Filmtage nun zum zweiten Mal von Thorsten Schaumann. Er will das renommierte Festival behutsam weiter entwickeln. So gibt es neben den Filmpremieren auch Neuerungen: Unter dem Titel "HoFPlus" gibt es Diskussionsrunden und Info-Veranstaltungen zum Beispiel über die neue Vertrauensstelle der Film- und Fernsehbranche gegen sexuelle Belästigung oder über die Internet-Verleih-Plattform "Kino on demand".

Unter der Marke "HoF – Home of Films" präsentieren sich dort erstmals Hofer Festivalfilme. Wim Wenders hatte den Name der oberfränkischen Stadt Hof mit Anspielung auf das erfolgreiche Festival als "Home of Films" buchstabiert.