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37. Regensburger Stummfilmwoche zum Thema Juden und Christen | BR24

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In ihrer 37. Ausgabe greift die Regensburger Stummfilmwoche das Jahresthema der Stadt auf. Hintergrund ist die Vertreibung der Regensburger Juden im Jahr 1519. Fünf hochkarätige Werke sollen als Filmkonzerte auf die Bühne kommen.

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37. Regensburger Stummfilmwoche zum Thema Juden und Christen

In ihrer 37. Ausgabe greift die Regensburger Stummfilmwoche das Jahresthema der Stadt auf. Hintergrund ist die Vertreibung der Regensburger Juden im Jahr 1519. Fünf Werke zum Thema Juden und Christen sollen als Filmkonzerte auf die Bühne kommen.

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Die Zerstörung des mittelalterlichen jüdischen Viertels im Jahr 1519 und die Einweihung der neuen Synagoge in diesem Jahr sind der Grund, warum sich die 37. Regensburger Stummfilmwoche dem Thema Juden und Christen widmet. Die Veranstaltungsreihe findet vom 13. bis 22. August statt.

Stummfile an historischen Orten

Die Veranstaltungsorte sind bewusst gewählt, betont Veranstaltungsorganisatorin Nicole Litzel. Zum einen sei es die Neupfarrkirche, die auf den Ruinen des jüdischen Viertels steht, das vor 500 Jahren in Schutt und Asche gelegt worden ist, sagt Litzel. Der zweite Spielort ist das jüdische Gemeindezentrum, also der Veranstaltungssaal in der Synagoge, der vor einem halben Jahr etwa neu eröffnet worden ist.

Jewish Chamber Orchestra Munich spielt zur Eröffnung

Den Auftakt macht am Dienstagabend in der Neupfarrkirche um 20 Uhr der Film "Das alte Gesetz". Darin macht sich der Sohn eines Rabbiners aus Gallizien auf, in Wien Theaterkarriere zu machen. Der Film stamme aus den 20er-Jahren, sagt Litzel. Er sei zunächst verschollen, dann aber wiederentdeckt und sehr aufwendig restauriert worden. 2018 hat "Das alte Gesetz" seine Premiere auf der Berlinale im Friedrichsstadtpalast erlebt. Musikalisch begleitet sei es vom Jewish Chamber Orchestra Munich worden, das zur Eröffnungsveranstaltung am Dienstagabend in der Neupfarrkirche ebenfalls spielen wird.

Filme der 20er-Jahre

Außerdem sind weitere Filme aus den 20er-Jahren, wie "Nathan der Weise" oder "Stadt ohne Juden" zu sehen, ein Film, der elf Jahre vor der Machtübernahme durch die Nazis vor der Verfolgung der Juden gewarnt hat. Zum Abschluss läuft "Der Golem, wie er in die Welt kam". Der Golem ist eine mythische Gestalt. Er wird erschaffen aus Lehm, wird zum Leben erweckt und er beschützt und rettet die jüdische Gemeinde. Das Ganze spielt im Prag des 16. Jahrhunderts. Alle Filme beginnen um 20 Uhr.