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Wie kommt heuer der Weihnachtsmann: 2G? 3G? Oder gar nicht?

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    2G? 3G? Wie die Kirchen Weihnachten feiern

    Noch genau ein Monat bis Weihnachten. Inzidenzen und Maßnahmen deuten ein Deja-Vu an. Weihnachtsmärkte sind abgesagt. Und die Weihnachtsgottesdienste? Finden statt - so versichern die Kirchen. Wie sich Gemeinden trotz aller Unsicherheit vorbereiten.

    Von
    Barbara WeißBarbara WeißBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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    Die Situation ist nicht mehr neu. Die Kirchengemeinden können bereits auf Erfahrungen vom letzten Jahr zurückgreifen. So wie die evangelische Christuskirche in Murnau. Der Gottesdienst an Heiligabend, draußen auf der Wiese hinter der Kirche, ist allen in guter Erinnerung. Den soll es in diesem Jahr auf jeden Fall auch wieder geben, sagt Pfarrer Andreas Fach zuversichtlich. "Wir sind sehr kreativ und jeder wird bekommen, was er braucht. Aber wir müssen uns schon was einfallen lassen."

    "Schritt für Schritt" planen, statt großem Programm

    Besondere Orte wie Fußballstadien oder Tiefgaragen für Gottesdienste. Die geplante und dann wieder abgesagte Open Air Feier am Chinesischen Turm in München mit Landesbischof Heinrich Bedford Strohm und Erzbischof Reinhard Marx. Das waren die Pläne 2020. Ähnliche Großprojekte stehen derzeit nicht im Zentrum der Überlegungen.

    Die Kirchengemeinden planen vor Ort. Nach den gegebenen Möglichkeiten und Kräften. Wie der Murnauer Pfarrer Fach, der Weihnachten - wie er sagt - realistisch optimistisch entgegenschaut: "Wir gehen Schritt für Schritt und ich denke, wir können das Programm, so wie wir es jetzt geplant haben umsetzen."

    Mehr Gottesdienste - auch draußen

    Zurückgreifen also auf Bewährtes - draußen. Oder mehrere Gottesdienste hintereinander. Auch das eine Erfahrung aus dem letzten Jahr. In den Kirchengebäuden selbst soll vielerorts wie in Murnau die 2G-Regel gelten.

    Pfarrer Michael Schlosser von der katholischen Mariahilfkirche in München besteht aber nur an Heiligabend auf eine persönliche Anmeldung aller Gottesdienstbesucher: "Sonst ohne, weil ja nicht so die Massen kommen. Das muss ich nehmen wie es kommt. Da verschwende ich keine Gedanken und Emotionen. Sondern ich schau was ich machen kann, unter welchen Bedingungen kann ich feiern."

    Strikte Schutzkonzepte und teilweise 2G

    Wichtig ist den Gemeinden aber die Botschaft: Wir sind auf jeden Fall da, auch wenn die Planung derzeit noch unsicher ist. So sieht es auch der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: Für Christen sei Freiheit unweigerlich immer mit Verantwortung verbunden. Das heißt, man wolle mit strikten Schutzkonzepten alles dafür tun, "dass die Folgen dieses Virus sich nicht so schlimm auswirken", so Bedford-Strohm im Gespräch mit dem BR.

    "Wir wissen alle jetzt noch nicht, wie die Situation an Weihnachten ist, aber es wird eine Mischung sein aus Gottesdiensten, die für alle zugänglich sind. Vielleicht auch Gottesdienste, wo die 2G-Regel gilt, und es wird auch digitale Gottesdienste weiterhin geben." Es sei die große Stärke der Kirchen, meint der Landesbischof, dass sie im vergangenen Jahr gelernt hätten, Menschen über unterschiedliche Kanäle zu erreichen.

    Pfarrer Rainer Maria Schießler: "Die Leute brauchen uns"

    Einheitliche Regeln und Vorgaben fürs Weihnachtsfest gibt es derzeit weder auf evangelischer noch auf katholischer Seite. Dafür sei es noch zu früh, heißt es beim Erzbistum München und Freising. Dass man abwartet, bis sich abzeichnet, was wirklich möglich ist und erst dann mit dem Planen anfängt, das sei keine Option, sagt allerdings Pfarrer Rainer Maria Schießler von St. Maximilian in München: "Das können wir uns nicht leisten, die Leute brauchen unsere sichere Hand. Die brauchen uns, dass wir eine Perspektive geben."

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