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Schon 1,5 Grad wärmer Klimawandel trifft Bayern besonders stark

In Bayern schlägt der Klimawandel stärker zu als im weltweiten Durchschnitt. Was das für die Landwirtschaft und die Gewässer bedeutet, darüber haben sich Politik und Wissenschaft in München ausgetauscht. Ein großes Problem: Erosion.

Von: Tobias Chmura

Stand: 19.02.2018

Maisfeld kurz vor der Ernte im Süden von München. | Bild: BR/Johanna Schlüter

Schon 1,5 Grad ist es im Freistaat wärmer geworden. Doch nicht die Erwärmung selbst, sondern der immer häufigere Starkregen macht den Bauern schon jetzt zu schaffen. Heftiger Regen schwemmt fruchtbaren Boden von den Äckern.

Gerade Mais ist sehr anfällig

Besonders anfällig ist der Mais. Eine Untersuchung der TU München zeigt: Auf einem normalen Maisacker gehen pro Jahr im Schnitt 28 Tonnen Erde pro Hektar verloren - eine ganze Lkw-Ladung. Die Erosion wird sich durch den Klimawandel bis 2050 sogar noch verdoppeln, so die Prognose.

"Ich glaube, dass die konventionelle Landwirtschaft sich wirklich verändern muss - in vielerlei Hinsicht. Und dass auch die Erosion ein ganz wichtiges Thema ist. Jeder Landwirt muss Interesse haben, den qualitativen und quantitativen Boden vorfinden zu können, um auch wirtschaftlich ertragreich arbeiten zu können."

Umweltministerin Ulrike Scharf, CSU

Wiesen statt Ackerflächen - ein Dilemma

Förderprogramme für bodenschonendes Ackern gibt es in Bayern schon. Doch die Maßnahmen sind freiwillig.

Eine andere Lösung: Mehr Wiesen statt Ackerflächen. Grünland schützt vor Erosion, bringt dem Bauern aber auch weniger Geld. Ein bislang nicht gelöstes Dilemma der Landwirtschaft.


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KON, Montag, 19.Februar, 19:16 Uhr

20. Klimawandel trifft Bayern

Die Bayerische Staatsregierung gibt zwar eine Menge Geld aus, um die Folgen des Klimawandels zu minimieren (s. Hochwasserschutz), tut aber nichts, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Solange immer noch im CSU-Parteiprogramm (und nicht nur dort) steht, dass es keinen Gegensatz zwischen Wachstum und Klimaschutz gibt, wird weiterhin auf Wirtschaftswachstum gesetzt. Das gilt auch für die Landwirtschaft in Bayern. So konnte die bayerische Milchwirtschaft z.B. ihren Käseexport im Jahr 2017 auf 1,6 Milliarden Euro steigern, was natürlich auf Kosten unserer Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft ging. Gerne hätte ich noch gewusst, wieviel Methan-Gas, das besonders stark den Klimawandel verstärkt,, bei der Milchproduktion für den Käse ausgestoßen wurde.

realist, Montag, 19.Februar, 19:13 Uhr

19. Immer stärker, immer höher - in Erzählungen

Nach meinen Analysen ist Bayern überhaupt nicht "stark vom Klimawandel betroffen". Es wurde etwas wärmer, vollkommen normal nach der letzten Kaltzeit. Doch sonst blieb alles innerhalb der natürlichen Klimaschwankungen. Die schlimmsten Extremereignisse hatte Bayern zur Kaltzeit zu erleiden. Starkregen wird nicht häufiger, nur genauer als früher gemessen. Dass Mais Erosion beschleunigt, liegt nicht am Klimawandel. Wenn es im Sommer wegen des Klimawandels weniger regnet, würde die Erosion sogar zurückgehen.
Der BR sollte die Studien listen, welche seine Aussagen bestätigt und nicht nur nur nachplappern, was Forscher, deren Einkommen vom Klimaalarmismus abhängt "vorbeten". Siehe auch die linke Seite: " ... lässt Eisbären hungern". Ist dem BR nicht aufgefallen, dass die jüngsten Daten eher eine Überpopulation ausweisen und die Eisbären sich dort, wo sie nicht gejagt werden, stark vermehren?
Frau Scharf ist kein "Beleg". Vom Klima (und seinem natürlichen Wandel) hat Sie keine Ahnung

konstanze, Montag, 19.Februar, 19:07 Uhr

18. klimawandel gibt es seit allen zeiten

der einfluss des menschen ist jedoch marginal. aufgabe von politik und wissenschaft muss sein die menschen darauf vorzubereiten und zu begleiten.

[Pixel], Montag, 19.Februar, 18:53 Uhr

17. Erwärmung

In Deutschland in den letzten 136 Jahren etwa 1,4 Grad wärmer geworden (Nationaler Klimareport DWD)

In der COP23 wurde ja über die Fakten debattiert. - Im Wahlkampf gab es diese Thema aber nur bei den Grünen.

Wie soll ich das einer Partei wie der [C]SU vertrauen, die zwar für die Heimat steht, aber unseren Heimat-Planeten nicht retten will!

Drexler, Montag, 19.Februar, 18:26 Uhr

16. Klimawandel

Nicht nur für Landwirte wird es immer schwieriger, die klimatischen Veränderungen auszugleichen. Ich finde, die Sommer werden auch so immer unangenehmer. Entweder Affenheiß oder waschküchenmäßig Dampfig mit schweren Gewittern und Starkregenereignissen, welche auch für Hausbesitzer immer mehr zum Problem werden. Der Herbst hat sich in den letzten Jahren auch immer rarer gemacht, und man muß noch im Oktober die Hochsommertemperaturen ertragen. Mir graut vor den nächsten Jahren. Die wenigen Winterwochen sind zum Erhohlen viel zuwenig. Eigentlich schade, haben wir doch das Paradies auf Erden hier in Bayern. Nur das Klima macht einen Strich durch die Rechnung.