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Umsatzprognose erhöht Grund zum Feiern am Tag der Deutschen Bauindustrie

Am Tag der Deutschen Bauindustrie gibt es allen Grund zum Feiern. So hat ihr Branchenverband seine Umsatzprognose um sechs Prozent angehoben. Alle Sparten vom Hochbau bis zum Tiefbau liegen dabei deutlich im Plus. Auf den ersten Blick ist also alles bestens, doch in vieler Hinsicht wird immer noch zu wenig gebaut.

Stand: 16.05.2018

Die Baustelle eines Neubaus eines Mehrfamilienhauses, aufgenommen am 14.05.2014 in Muenchen (Bayern) | Bild: picture-alliance/dpa/Tobias Hase

Gute Nachrichten für die Bauindustrie: Zum einen soll insbesondere der Wohnungsbau weiterhin die Konjunktur antreiben. Zum anderen wird allein der hohe Tarifabschluss die Baupreise im Schnitt um mehr als zwei Prozent steigen lassen. Zusammen mit hohen Grundstückspreisen wird das für Häuslebauer zu einer Belastung. Preiswerte Mietwohnungen bleiben in diesem Umfeld Mangelware. Das zu ändern versprich Bundesbauminister Horst Seehofer.

Höhere Preise und höhere Kosten sind nicht das Problem der deutschen Bauindustrie, die sehr gut ausgelastet ist. Kleinere Handwerksbetriebe stehen stärker unter Druck, vor allem in Ostdeutschland. Die Bauindustrie hat nach eigenen Angaben zahlreiche ausländische Arbeitskräfte in deutschen Unternehmen integriert, um damit den Fachkräftemangel auszugleichen. Die Gewerkschaft IG BAU sieht dagegen einen Verdrängungswettbewerb von ausländischen Billigkräften auf deutschen Baustellen. Das gilt für den Wohnungsbau und weniger für den Tiefbau.

Für neue Straßen, Brücken oder Tunnel braucht man hochqualifizierte Facharbeiter. Ein weiterer Engpass sind fehlende Planer bei den Bauämtern, die eingespart wurden. Viele Projekte der Kommunen lassen sich nicht umsetzen, weil die Experten in den Ämtern fehlen.


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Arno , Donnerstag, 17.Mai, 08:19 Uhr

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