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In drei Bundesländern Großrazzia bei der Rockergruppe "Osmanen Germania"

Razzien in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg: In mehreren Städten hat die Polizei Vereinsräume der Rockergruppe "Osmanen Germania" durchsucht. Dabei wurden auch Spezialkräfte eingesetzt. Die Durchsuchungen sollen der Aufklärung von Vereinstrukturen und -aktivitäten dienen.

Stand: 13.03.2018

Osmanen Germania Logo | Bild: picture-alliance/dpa

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstagmorgen Vereinsräume der Rockergruppe "Osmanen Germania" durchsucht worden. Unter der Führung des Polizeipräsidiums Essen würden insgesamt 41 Objekte durchsucht, teilten die Ermittler mit. Dabei setze die Polizei teilweise auch Spezialkräfte ein, weil die betroffenen Rocker als gefährlich eingeschätzt würden.

Durchsuchungen auch in Hessen und Baden-Württemberg

Die Durchsuchungen sollen zur Aufklärung von Vereinsstrukturen und -aktivitäten dienen. Um die Durchsetzung eines Vereinsverbots gehe es hingegen nicht. Die Maßnahmen finden unter anderem in Essen, Duisburg, Köln, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum und Wuppertal statt. Auch in Hessen und Baden-Württemberg wurden Objekte durchsucht, hieß es.

Türkisch-nationalistisch und rechtsextremistisch

Die Rockergruppe "Osmanen Germania" steht nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums in Verbindung zur türkischen Regierungspartei AKP und zum Umfeld des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Gruppierung vertrete türkisch-nationalistische und rechtsextremistische Positionen.


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