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Mining-Boom Bitcoin und Co. machen Spiele-Computer teurer

Computerspiele machen nur mit leistungsfähiger Grafikkarte richtig Spaß. Umso ärgerlicher für Gamer: Die Geräte werden empfindlich teurer - weil sich damit ziemlich gut Digitalgeld wie Bitcoin verdienen lässt.

Von: Achim Killer

Stand: 07.07.2017

Grafikkarte von Nvidia in einem Gaming-Computer | Bild: picture-alliance/dpa

Gamer, Computerspieler, die ein Schnäppchen machen und sich eine günstige Hochleistungsgrafikkarte kaufen wollen, damit sie virtuelle Monster im Actionspiel so richtig schön realistisch niedermähen können, haben Pech. Denn Hochleistungsgrafikkarten sind derzeit sehr teuer.

Geld verdienen mit der Grafikkarte

Verantwortlich dafür ist der Boom von Digital- oder Krypto-Währungen wie zum Beispiel Bitcoin, Ether und Ripple. Das berichtet das IT-Fachportal Heise. Denn Kryptogeld wird - vereinfacht gesprochen - ausgerechnet. Und wer es ausgerechnet hat, der darf es dann behalten. Weil sich Grafikkarten aufgrund ihrer Architektur besonders gut dafür eignen, bauen immer mehr Miner, Kryptogeld-Schürfer, mehrere davon in einen Computer ein und verdienen damit Geld.

Angebote häufig vergriffen

Besonders beliebt sind Grafikkarten der Hersteller AMD (Radeon) und Nvidia (GeForce). Meist seien die in Preissuchmaschinen nicht mehr auf Lager, hat ein Händler noch verfügbare Exemplare vorrätig, werden diese nur mit einem erheblichen Preisaufschlag abgegeben. So werde eine AMD Radeon RX 570 statt dem im günstigsten, aber vergriffenen Angebot angegeben 225 Euro mittlerweile - wenn sie vorrätig ist - für über 300 Euro gehandelt.

Gamer schauen in die Röhre

Neben verschiedenen Radeon Grafikkarten zählen demnach auch die Nvidia GeForce GTX 1060, GTX 1070 und GTX 1080 zu den Favoriten der Miner. Gamer, die mit den Grafikkarten nur spielen wollen, schauen aufgrund der hohen Nachfrage in die Röhre und die Überlebenschancen der virtuellen Monster in Computerspielen, die steigen.


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