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Überraschender Abgang Gabriel gehört neuer Regierung nicht an

Sigmar Gabriel wird der neuen Bundesregierung nicht angehören. Das teilte der Außenminister über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der kommissarische SPD-Vorsitzende Olaf Scholz und die designierte neue Parteichefin Andrea Nahles hätten ihn darüber informiert.

Von: Ulrich Möller-Arnsberg/dpa

Stand: 08.03.2018

Sigmar Gabriel | Bild: picture-alliance/dpa

"Nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe."

Sigmar Gabriel

Der frühere SPD-Chef schrieb, er sei nach wie vor gewählter Abgeordneter des Bundestags. Er habe 18 Jahre lang für Deutschland und die SPD in leitenden Funktionen gearbeitet, schrieb Gabriel. Er wünsche der neuen Bundesregierung und seiner Partei "von Herzen" Erfolg für die Bewältigung der großen Herausforderungen zum Wohle Deutschlands und Europas.

Wortbruch und Boshaftigkeit

Sorgten für Personaldebatten in der SPD: Außenminister Gabriel und der zurückgetretene Parteichef Martin Schulz

Ein Verbleib Gabriels im Auswärtigen Amt galt bereits zuvor als weitgehend ausgeschlossen. Ihm wird ein zerrüttetes Verhältnis zu Scholz und Nahles nachgesagt. Gabriel hatte im Februar der SPD-Spitze Wortbruch vorgeworfen, nachdem der damalige Parteichef Martin Schulz das Außenministerium für sich beansprucht hatte. Vor allem das Instrumentalisieren seiner Tochter wurde ihm in der Partei als Boshaftigkeit ausgelegt. Die SPD will bis Freitag entscheiden, welche drei Männer und drei Frauen sie ins Kabinett schickt. Als Vizekanzler und Finanzminister gesetzt ist Hamburgs bisheriger Regierungschef Scholz.


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STEVE, Donnerstag, 08.März, 11:39 Uhr

10. Erneuerung

2007 waren Gabriel und Merkel auf Promotour für das Klima. - Praktisch stagniert aber seit dem die Umsetzung der Energiewende. - Letztes Jahr hat Gariel noch seine schützende Hand über die Kohle gehalten . Die Klimakonferenz in Bonn war weitgehend auch nur ein Medienspektakel mit unverbindlichen "Absichterklärungen". Es ist nicht schade, wenn Gabriel keinen Ministerposten bekommt, denn wir brauchen die Erneuerung in der Politik, mit neuen Gesichtern, die etwas fürs Klima und unseren Heimat-Planeten tun werden.

Motzki, Donnerstag, 08.März, 11:31 Uhr

9.

Immerhin haben sie dieses Mal mit Gabriel gesprochen, BEVOR jemand die Personalentscheidungen herausposaunt.

Leon, Donnerstag, 08.März, 11:31 Uhr

8. Na dann

Naja, mit Nahles weiteren Entscheidungen können die locker 5% bei den nächsten Wahlen bekommen. Es ist nicht immer richtig Posten nach der Quote zu besetzen. Manchmal würde Verstand und Fachwissen mehr bringen(=-

FranzX, Donnerstag, 08.März, 11:27 Uhr

7. Medienberichte

Nachdem auf den privaten Sendern berichtet wurde, dass Gabriel in seiner Zeit als Wirtschaftsminister Einflussnahme auf die Indische Regierung im Namen der deutschen Rüstungsindustrie (Rheinmetall) genommen hat, wird er wohl seine Schäfchen schon im trockenen bei der Rüstungslobby haben.
Der ist nicht auf einen Posten als Minister angewiesen.

nobi, Donnerstag, 08.März, 11:21 Uhr

6. Gabriel

Wundert mich echt nicht. Und ich finde es gut so. Denn: er setzte sich unglaublich energisch für rheinmetall in Indien ein. Und da ging es um viel Kohle!!!
Es würde mich nicht wundern, wenn er demnächst zum Gasableser mutiert.