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Präsident der Bundesärztekammer Montgomery: Ärzte dürfen weiterhin Homöopathen sein

Innerhalb der Ärzteschaft ist eine heftige Debatte entbrannt, ob sich Ärzte zusätzlich als Homöopathen bezeichnen dürfen. Das ist eines der Themen auf dem 121. Bundesärztetag in Erfurt. Vor dem Auftakt plädiert der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Montgomery, im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2 für eine pragmatische Lösung: "Wer die Bezeichnung erworben hat, darf sie natürlich noch weiter führen."

Stand: 08.05.2018

In den vergangenen Jahren haben Tausende von Ärzten eine zusätzliche homöopathische Ausbildung gemacht, auch weil das immer mehr Patienten wünschen. Sie haben damit neben ihrer Facharztausbildung auf ihrem Praxisschild geworben. Ob das auch in Zukunft noch möglich sein wird, soll auf dem Ärztetag in Erfurt entschieden werden, sagte Frank Ulrich Montgomery in der radioWelt auf Bayern 2.

"Es ist eine Tatsache, dass Homöopathie vielen Menschen hilft. Wichtig ist, dass es jemand macht, der weiß wann sie nicht mehr helfen und dann auf normale schulmedizinische Verfahren umsteigen kann."

Frank Ulrich Montgomery

Der Präsident der Bundesärztekammer plädiert für eine sachliche Debatte. Die bekannte Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert hatte die Homöopathie als "Esoterik" bezeichnet und die Abschaffung des Zusatztitels gefordert.


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