2

Fit fürs Frühjahr Frühjahrsputz im Kleingarten

Wer im Garten Laubmulch hat, sollte jetzt loslegen. Im April kann es nämlich schon zu spät sein. Dann haben viele Pflanzen schon weit ausgetrieben und würden vom Schubkarren schnell platt gefahren. Doch nicht nur der Reifen des Schubkarrens, auch die Schuhe des Gärtners oder die federnden Zinken des Laubrechens können die zarten jungen Triebe von Stauden und Zwiebelblumen beschädigen.

Von: Birgit Kraft, Landwirtschaft und Umwelt

Stand: 08.03.2018

In vielen Gärten blühen jetzt die Schneeglöckchen, selbst die Tulpen spitzen schon vorsichtig aus der Erde. Deshalb wird es im März Zeit, das alte Laub von den Beeten zu entfernen. Aber bitte mit Gefühl. Vielleicht haust noch das ein oder andere Getier unter der schützenden winterlichen Laubdecke. Wenn Igel, Kröte und Co. aber schon ausgezogen sind, ist der Weg frei, zurückschneiden, was noch nicht zurückgeschnitten ist.

Jetzt letzte Schnittarbeiten an Obstgehölzen erledigen

Die richtige Schere ist das A und O

Für den Wein wird es sogar allerhöchste Eisenbahn. Kenner schneiden ihre Weinstöcke entsprechend der jeweiligen Sorte. Wer nicht weiß, welche Weinsorte in seinem Garten wächst, der schneidet die langen Vorjahrstriebe am besten allesamt auf zwei, drei Augen zurück. Auf Zapfen schneiden, sagt der Fachmann zu dieser praktischen Kurzhaarfrisur. Ist der Weinschnitt erledigt, geht’s gleich weiter zu den schwarzen Johannisbeeren. Hier gilt es, nach auffallend dick angeschwollenen Knospen zu fahnden, denn da sitzt höchstwahrscheinlich die Gallmilbe drin. Die normalen Knospen sind dagegen spitz und länglich.

Aber bitte nicht wild drauflosschneiden

Zunächst sollte der Gartler prüfen, ob die Gartenschere überhaupt noch scharf ist. Stumpfe, schartige Scherenklingen hinterlassen gequetschte und zerfaserte Aststumpen. Solche Wunden verheilen schlecht und sind dann lange Zeit Eintrittspforten für Bakterien und Pilze. Das gilt übrigens auch für die Rasengräser. Deshalb sollte für den ersten Rasenschnitt das Rasenmähermesser scharf sein. Alte Messer haben oft Riefen und Scharten, und dann wird der Rasen nicht abgeschnitten, sondern abgerissen. Also erst schärfen, dann schneiden.

Zum Vorziehen Anzuchterde verwenden

Auf den Verkaufstischen in den Gartenmärkten warten schon unzählige Salatpflänzchen darauf, in ein neues Zuhause zu ziehen. Es gibt aber auch jede Menge Gartler, die gerne dabei zusehen, wie sich aus winzigen Samenkörnern kräftige Pflanzen entwickeln. Wer ein kleines Gewächshaus hat, der kann schon mit den ersten Salatpflanzen loslegen. Radieschen ansäen funktioniert auch schon. Sollte es im Lauf der Wochen noch Fröste gebe, kann man das Gewächshaus abdecken oder mit ein paar Kerzen beheizen. Wer kein Gewächshaus hat, kann das junge Gemüse aber ebenso gut auf der Fensterbank vorziehen. Zum Vorziehen sollte Anzuchterde verwendet werden. Sie ist ohne Dünger. So wird verhindert, dass die jungen Pflänzchen ausgeilen.

Damit sich die Pflanzen auch grün sind

Bevor man Unsummen in bunte Samentüten investiert, sollte man sich über das Miteinander der Pflanzen Gedanken machen. Und über das Hintereinander. Denn nicht jeder kann mit jedem und manch grüner Kollege reagiert auf den falschen Vorgänger recht verschnupft. Gerade für Gartenanfänger ist deshalb ein Anbauplan unerlässlich. Zwiebeln und Möhren mögen sich zum Beispiel gerne. Sie beschützen sich sogar gegenseitig vor Schädlingen. Auch Gurken und Bohnen sind gute Nachbarn, während Gurken und Tomaten lieber auf Distanz gehen. Wichtig ist der jährliche Fruchtwechsel. Damit wird zum einen Pflanzenschädlingen und -krankheiten vorgebeugt. Zum anderen verhindert ein Fruchtwechsel, dass dem Boden einseitig Nährstoffe entzogen werden.


2