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Zweites Labor bestätigt Insektengift Fipronil-Eier: Diese Charge ist betroffen

Rund 73.000 Eier, die mit dem Insektengift Fipronil belastet sind, sind nach Deutschland geliefert worden - unter anderem nach Bayern. Der Nachweis ist jetzt von einem zweiten Labor bestätigt worden. Auf den Schalen der betroffenen Eier steht die Chargennnummer 0-NL-4031002.

Von: Veronika Beer

Stand: 13.06.2018

Ein aufgeschlagenes Ei liegt zwischen anderen weißen Eiern in einem Karton. | Bild: dpa-Bildfunk/Armin Weigel

Die mit Fipronil belasteten Eier waren aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert worden. Betroffen sind sechs Bundesländer: Bayern, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Welche Supermärkte die belasteten Eier verkauft haben, ist noch nicht klar, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mitteilte.

Behörden: Keine Gesundheitsgefahr

Die mit Fipronil belasteten Eier sind mittlerweile nicht mehr im Verkauf. Eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher gibt es nach Einschätzung der Behörden derzeit nicht.

Zweites Mal Eier-Skandal in Bio-Betrieb

Die Eier stammen von einem Bio-Betrieb in den Niederlanden. Der schon im vergangenen Jahr vom Fipronil-Skandal betroffene Landwirt vermutet, dass sich Reste des Insektengifts noch im Boden der Wiese befunden haben könnten, auf der die Hühner des Betriebs Auslauf haben.

Fipronil in Reinigungsmittel

Fipronil war im Jahr 2017 einem Reinigungsmittel beigemischt und über eine niederländische Firma an Hühnerhalter verkauft worden. Danach gab es erst in den Niederlanden, dann auch in Deutschland und vielen weiteren Ländern erhebliche Rückrufe von Eiern und Eierprodukten. Seitdem wird gezielt auf Fipronil getestet. Bei diesen Untersuchungen wurde nun die Überschreitung der Höchstwerte festgestellt – zunächst in den Niederlanden, dann in Niedersachsen.


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