4

Handelskonflikt EU von US-Strafzöllen vorläufig ausgenommen

Die EU soll nach Angaben der US-Regierung von den geplanten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium vorläufig befreit bleiben. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte, die EU werde ebenso wie sechs weitere Länder vorläufig von den neuen Tarifen ausgenommen. Gegen China hingegen kündigte US-Präsident Donald Trump umfassende neue Strafzölle an.

Stand: 22.03.2018

US-Präsident Trump hat angekündigt, in der nächsten Woche Strafzölle für Stahl- und Aluminiumimporte zu verhängen. Diese sollen 25 Prozent für Stahl und zehn Prozent für Aluminium betragen.   | Bild: dpa-Bildfunk/Uncredited

Die Entscheidung der US-Regierung ist ein Etappenerfolg für die EU, die in den vergangenen Wochen auf eine Ausnahmeregelung für ihre Stahl- und Aluminiumexporte gepocht hatte.

Handelskommissarin Cecila Malmström wie auch der neue Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) waren mit diesem Ziel in dieser Woche nach Washington gereist. Parallel zu den Gesprächen bereitete die EU zudem bereits eine Serie von möglichen Gegenmaßnahmen gegen die USA vor. Lighthizer listete nun die EU unter jenen Regionen und Ländern auf, die vorläufig von den Strafzöllen befreit bleiben. Ferner gehören Argentinien, Australien, Brasilien, Südkorea, Kanada und Mexiko dazu.

Strafzölle ab Freitag in Kraft

Kanada und Mexiko hatte Präsident Donald Trump schon vorher von den Zöllen ausgenommen, da die USA derzeit mit den beiden Nachbarländern über eine Neufassung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta verhandeln. Die US-Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium sollen am Freitag in Kraft treten.

Handelskonflikt mit China verschärft sich

Doch während der Handelsstreit zwischen den USA und Europa sowie den weiteren von Strafzöllen ausgenommen Ländern vorerst entschärft ist, spitzt sich der Konflikt zwischen Washington und Peking zu. Denn gegen China kündigte US-Präsident Donald Trump umfassende neue Strafzölle an. Damit schürte er erneut die Ängste vor einem Handelskrieg, der die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen könnte. Trump bezichtigte China eines "enormen Diebstahls an geistigem Eigentum", der die US-Wirtschaft jährlich hunderte Milliarden Dollar koste. Die neuen Strafzölle sollen sich nach seinen Angaben gegen chinesische Güter im Gesamtwert von bis zu 60 Milliarden Dollar (rund 49 Milliarden Euro) richten. China ist zudem bereits von den geplanten Zöllen auf Stahl und Aluminium betroffen.


4