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Fußball-WM in Russland Erdogan-Fotos: Kanzlerin Merkel hat mit Özil und Gündogan persönlich gesprochen

Bundeskanzlerin Merkel hat nach Angaben der Sport Bild bei ihrem Besuch der Nationalmannschaft in Südtirol vor der WM in Russland mit Mesut Özil und Ilkay Gündogan gesprochen. Sie habe wissen wollen, wie die Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan entstanden seinen.

Stand: 13.06.2018

ARCHIV - 26.05.2018, Italien, Eppan: Mesut Özil (l) und Ilkay Gündogan machen beim Mannschaftstraining auf dem Trainingsgelände am Sportzentrum Rungg Dehnübungen. Die anhaltenden Debatten um das Treffen von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan könnten durchaus die sportlichen Leistung bei der Fußball-WM beeinflussen. Das räumte Nationalmannschafts-Manager Bierhoff in einem Interview mit der «Bild» am Dienstag (12.06.2018) ein. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Christian Charisius

Nach dem Wirbel um die Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat nach Informationen der Sport Bild auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den beiden Fußball-Nationalspielern gesprochen. Wie das Magazin berichtet, führte Merkel während ihres Besuches bei der deutschen Nationalmannschaft im Trainingslager in Südtirol nach der gemeinsamen Runde mit der Mannschaft noch ein "separates, vertrauliches Sechsaugen-Gespräch" mit den türkischstämmigen DFB-Profis.

Wie sind die Bilder mit Erdogan entstanden sind?

Nach Sport Bild-Angaben (Mittwoch) wollte die Bundeskanzlerin persönlich von Özil und Gündogan hören, wie die Fotos entstanden sind. "Wie bei jeder Begegnung der Bundeskanzlerin mit der Nationalmannschaft sind die Gespräche vertraulich", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert dem Blatt.

Merkel zeigt Verständnis für Özil und Gündogan

Am Sonntagabend hatte Merkel bereits bei Anne Will in der ARD Verständnis für die Situation gezeigt. "Ich glaube, die beiden Spieler haben nicht bedacht, was das Foto auslöst mit dem Präsidenten Erdogan", hatte Merkel gesagt. Sie sei überzeugt, dass beide die deutschen Fans in keiner Weise enttäuschen wollten. Sie habe es sehr berührend empfunden, dass Gündogan trotzdem gesagt habe, er spiele gerne für Deutschland und sei gerne Mitglied der Nationalmannschaft.

Özil und Gündogan schon zum Gespräch bei Bundespräsident Steinmeier

Özil und Gündogan hatten mit gemeinsamen Fotos mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten Erdogan für Aufregung gesorgt, die auch die WM-Vorbereitung der DFB-Auswahl überschattete. Nach heftiger öffentlicher Kritik hatten sich Özil und Gündogan in Berlin zu einem Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier getroffen.


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