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Finanzplatz Deutschland Die Geschichte der Deutschen Börse in Frankfurt

Als heute vor 25 Jahren die Deutsche Börse AG an den Start ging, wollte man in Frankfurt den Finanzplatz Deutschland zentralisieren. Den Wettbewerb von anderen Regionalbörsen wie in Düsseldorf, Stuttgart oder München sollte aufhören. Doch es kam anders.

Stand: 11.12.2017

Deutsche Börse in Frankfurt | Bild: picture alliance/Ulrich Baumgarten

Als vor 25 Jahren die Deutsche Börse AG gegründet wurde, waren deutsche Banken ihre wichtigsten Aktionäre. Der Börsengang von 2001 ermöglichte dann eine Internationalisierung mit ausländischen Aktionären. Auch die Kunden der Deutschen Börse, zu der von Anfang an auch eine Terminbörse gehörte, sind weltweit zu finden. Zum Konzern gehören vor allem das Rechenzentrum in Eschborn bei Frankfurt und Clearstream in Luxemburg, wo Wertpapiergeschäfte abgewickelt werden.

Computerhandel und Digitalisierung

Von Anfang an setzte man erfolgreich auf Computerhandel und Digitalisierung. Die Präsenzbörse mit Händlern auf dem Parkett wurde fast völlig zurückgedrängt und der alte Börsensaal in Frankfurt zur Fassade fürs Fernsehen. Einige Regionalbörsen wie in München und Stuttgart konnten sich trotzdem mit eigenen Geschäftsmodellen halten.

Keine Deals mit London und der Wall Street

Im Ausland wollte die Deutsche Börse zur wichtigsten Handelsplattform in Europa werden und auch mit US-Konkurrenten mithalten. Immer wieder strebte man vergeblich eine Fusion mit der London Stock Exchange an. Bis an die Wall Street hat man sich vorgewagt. Doch solche Deals sind nicht zustande gekommen.


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