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Zweithöchste Lawinenwarnstufe in Teilen der Alpen | BR24

© pa/dpa/Sven Hoppe

Hinweistafel mit der Aufschrift "Achtung - Lawinenwarnstufe 4"

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    Zweithöchste Lawinenwarnstufe in Teilen der Alpen

    Wer an den Weihnachtstagen Wintersport betreiben will, muss vorsichtig sein: In höheren Lagen herrscht verbreitet erhebliche Lawinengefahr. Am Mittwoch wurde für die Hochlagen der Allgäuer und Berchtesgadener Alpen die Warnstufe 4 von 5 ausgerufen.

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    In den Hochlagen der Allgäuer Alpen wurde bereits am Mittwochmorgen, in den Berchtesgadener Alpen am Nachmittag große Lawinengefahr erreicht, heißt es im aktuellen Lawinenlagebericht. Hier schneie es anhaltend, hinzu komme stürmischer Wind.

    Ansonsten ist die Lawinengefahr in den Bayerischen Alpen demnach oberhalb der Baumgrenze erheblich, womit die Warnstufe 3 gilt: "Intensiver Neuschneefall erhöht die Auslösebereitschaft trockener Schneebrett- und Lockerschneelawinen."

    Gefahr an Steilhängen

    "Skitouren und Variantenabfahrten abseits gesicherter Skipisten erfordern derzeit besondere Vorsicht und gutes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen", machten die Experten deutlich. An Steilhängen müsse damit gerechnet werden, dass sich viele große Lawinen selbst auslösen, so der Warndienst. Auch schon ein einzelner Skifahrer könne in Triebschneeansammlungen Schneebrettlawinen auslösen: In den mittleren Lagen des Allgäus könnten zudem an steilen, glatten Wiesenhängen Gleitschneelawinen entstehen.

    Die Prognose des Warndienstes klingt immerhin etwas besser: "Die Niederschläge lassen die nächsten Tage nach, die Lawinengefahr wird langsam zurückgehen." Daran, dass unterhalb von 1.200 Metern zu wenig Schnee zum Skifahren liegt, wird sich allerdings kaum etwas ändern, die Temperaturen bleiben dafür zu warm.

    Große Lawinengefahr auch in Tirol

    Auch in weiten Teilen Tirols besteht abseits der Pisten und oberhalb von 2.400 Metern für Wintersportler große Lawinengefahr (Warnstufe 4). Fahrten im freien Gelände seien während der Weihnachtsfeiertage praktisch unmöglich.

    Hohes Risiko bestand besonders auf dem Arlberg sowie im Silvrettagebirge und in der Region Außerfern. Nach den jüngsten Schneefällen von über einem halben Meter sollten hier laut Wetterprognosen weitere 30 bis 70 Zentimeter dazukommen.