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Zum Jubiläum geht es ins Netz | BR24

© picture-alliance/dpa

Das Deutsche Rote Kreuz in München.

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    Zum Jubiläum geht es ins Netz

    Das Thema Familienzusammenführung könnte nicht aktueller sein. Der Flüchtlingsstrom nach Europa sorgt für viele Familientrennungen und ungeklärte Einzelschicksale. Das Rote Kreuz hat seinen Suchdienst zum 70. Geburtstag nun aufs Internet ausgeweitet.

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    Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sucht immer häufiger nach Flüchtlingen, die ihre Familie aus den Augen verloren haben. '"Die Zahl der Suchanfragen ist deutlich gestiegen", sagte eine Sprecherin des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Allein in diesem Jahr bearbeitete der Suchdienst in München mehr als 1.000 internationale Suchmeldungen, darunter waren zahlreiche Flüchtlinge.

    Betroffen waren 3.000 Menschen, davon 750 Minderjährige. "Das sind bis Mitte August dieses Jahres schon so viele Suchanfragen wie sonst in einem ganzen Jahr", sagte die Sprecherin.

    Foto des Vermissten auf der Webseite

    Das BRK stellte ein neues Projekt mit dem Namen "Trace the Face" (deutsch etwa: das Gesicht aufspüren) vor. Es richtet sich vor allem an Flüchtlinge, die Angehörige oder Freunde aus den Augen verloren haben. Menschen, die Familienmitglieder irgendwo in einem europäischen Land vermuten, können über das Rote Kreuz ein Foto von sich als Suchendem auf einer Webseite veröffentlichen. 

    Vor 70 Jahren war der Suchdienst gegründet worden. Im Vordergrund stand damals die Suche nach vermissten Soldaten oder die Zusammenführung von Familienmitgliedern, die sich in den Kriegs- und Nachkriegswirren verloren hatten.