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Zuckerberg verteidigt Umgang mit Trump-Äußerungen | BR24

© pa / dpa

Mark Zuckerberg

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    Zuckerberg verteidigt Umgang mit Trump-Äußerungen

    Nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg nicht auf einen umstrittenen Post von Präsident Trump zu den Protesten und Ausschreitungen in den USA reagiert hatte, regte sich Protest. Nun hat Zuckerberg sich Mitarbeitern erklärt.

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    Der Facebook-Chef bleibt hart. Auch nach einem Gespräch mit Facebook-Mitarbeitenden gibt der Chef des sozialen Netzwerks nach Informationen der ARD nicht klein bei: Die nach Ansicht von vielen Facebook-Mitarbeitenden gewaltverherrlichenden Postings von US-Präsident Trump auf der Plattform sollen bleiben und auch nicht mit Warnhinweisen versehen werden.

    Ein historisch belastetes Zitat

    In den Tweets reagierte der US-Präsident auf erste Ausschreitungen in Minneapolis nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt. Der Präsident schrieb, man werde die Kontrolle wieder herstellen, und fügte hinzu: "Wenn Plünderungen beginnen, wird geschossen." Der Satz ist ein historisch belastetes Zitat. Mit diesen Worten hatte 1967 der damalige Polizeichef von Miami ein hartes Vorgehen gegen die schwarze Bevölkerung angekündigt.

    Der Chef beruft sich auf die Regeln

    Twitter hatte Trumps Äußerung mit einem Warnhinweis versehen, weil er das Verbot von Gewaltverherrlichung auf der Plattform verletze. Zuckerberg soll hingegen im Gespräch mit den Mitarbeitern erklärt haben, dass die Androhung von Gewalt durch Regierungen von den Facebook-Regeln gedeckt sei. Das berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen Mitschnitt der Unterhaltung.

    Vergangene Woche hatte der Facebook-Chef bereits geschrieben, der Beitrag Trumps sei mit Facebooks Regeln vereinbar, auch wenn ihm persönlich solche "spaltende und aufwieglerische Rhetorik" widerstrebe: "Aber meine Verantwortung ist es, nicht nur persönlich zu reagieren, sondern als Chef einer Institution, die sich der Redefreiheit verschrieben hat."

    Dieser Argumentationslinie folgte er auch in der Videokonferenz mit den Mitarbeitern. Die Regeln, die Facebook bei dem Trump-Beitrag angewandt habe, sorgten auch dafür, dass das Video von Floyds Tod auf der Plattform bleibe, erklärte er der Technologiewebsite "The Verge" zufolge.

    Beschäftigte fragen nach Hintergründen

    In der Unterhaltung hätten viele Beschäftigte die Entscheidung zu den Trump-Äußerungen kritisiert, hieß es bei der "New York Times" und "The Verge". Eine der Fragen sei gewesen, warum so viele kluge Köpfe bei Facebook ein Auge zudrückten, um Trump nicht zu verärgern. Zuvor hatten mehrere Manager öffentlich erklärt, dass sie nicht mit dem Kurs einverstanden seien. Mindestens ein Programmierer kündigte aus Protest.

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