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Zucker in Baby- und Kleinkindertees künftig verboten | BR24

© dpa/Patrick Pleul

In Baby- und Kleinkindertees soll Zucker künftig verboten sein. (Symbolbild=

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    Zucker in Baby- und Kleinkindertees künftig verboten

    Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) plant ein Verbot von Zucker in speziellen Tees für Babys und Kleinkinder. Den Kindern solle nicht von Anfang an falsches Ernährungsverhalten "antrainiert" werden.

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    In Baby- und Kleinkindertees soll Zucker künftig verboten sein - kommen sollen auch neue Hinweise auf den Packungen. Das sieht eine Verordnung von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) vor, mit der sich in der kommenden Woche der Bundesrat befasst. Kräuter- und Früchtetees für Säuglinge oder Kleinkinder dürfen demnach keinen zugesetzten Zucker und andere süßende Zutaten wie Honig, Malzextrakt, Sirupe oder Dicksäfte enthalten.

    "Babys und Kleinkinder benötigen keine gesüßten Getränke", sagte Klöcker der dpa. Deshalb hätten Zucker und andere süßende Zutaten in Tees und Getränken, die speziell an sie gerichtet seien, nichts zu suchen. "Es sollte ihnen auch nicht von Anfang an 'antrainiert' werden."

    Auch Hinweis auf Zuckerverzicht bei Zubereitung zu Hause

    Vorgeschrieben werden soll auch ein Hinweis auf der Verpackung oder einem Etikett, beim Zubereiten auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten zu verzichten. Dies solle es Eltern, Erziehern und allen Betreuern leichter machen, den Ernährungsempfehlungen zu folgen, sagte Klöckner. Kommen soll außerdem eine Kennzeichnung, ab welchem Kindesalter die Tees verwendet werden können - generell darf dies demnach nicht unter vier Monaten sein.

    Hintergrund ist laut Ministerium, dass gezuckerte Getränke die Gefahr von Karies und Übergewicht erhöhen. In den ersten drei Lebensjahren von Kindern würden wichtige Weichen fürs Ernährungsverhalten gestellt. Ernährungsgewohnheiten später zu ändern, sei dann schwieriger.

    Foodwatch plädiert für "Limo-Steuer"

    Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierte die Pläne als "Ablenkungsmanöver". Gesüßte Kindertees seien ein Nischenprodukt, das im Einzelhandel ohnehin kaum mehr eine Rolle spiele, sagte Experte Oliver Huizinga. Vielmehr müsse Klöckner ernsthafte Maßnahmen ergreifen, wie sie auch von Ärzten seit Jahren gefordert werden. So müsse Werbung an Kinder für unausgewogene Lebensmittel untersagt werden. Nötig sei auch eine "Limo-Steuer" nach britischem Vorbild.

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