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Zoll-Kontrolle wegen Mindestlohn: Zahlreiche Auffälligkeiten | BR24

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Der Mindestlohn ist zwar gesetzlich verankert - aber nicht alle Firmen halten sich daran. Vergangene Woche führten 6.000 Zollbeamte Mindestlohn-Kontrollen in Unternehmen durch - und haben einige schwarze Schafe entdeckt.

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Zoll-Kontrolle wegen Mindestlohn: Zahlreiche Auffälligkeiten

8,84 Euro – so hoch ist derzeit der gesetzliche Mindestlohn. Doch er wird immer wieder unterschritten. Deshalb hat der Zoll letzte Woche bundesweit geprüft. Das Ergebnis: Allein in Bayern gab es 400 Hinweise auf Verstöße.

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Rund 6.000 Zollbeamte haben in der vergangenen Woche bundesweit geprüft, ob Unternehmen den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro zahlen. Dabei haben die Zöllner in jedem zehnten Fall Unstimmigkeiten entdeckt, denen nun weiter nachgegangen wird. Allein in Bayern gab es in mehr als 400 Fällen Hinweise auf Verstöße gegen die Mindestlohnregelungen.

Verdi fordert mehr Kontrollen des Mindestlohns

"Wenn man genauer hinschaut, dann wird in vielen Betrieben die Arbeitszeit nicht erfasst", sagte Peter König von der Gewerkschaft Verdi gegenüber dem BR. Die Folge: Der Arbeitnehmer wird für Überstunden nicht entlohnt und verdient am Ende des Monats nicht den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 pro Stunde. "Das ist eine große Ungerechtigkeit und deshalb sollte unserer Meinung nach der Zoll noch viel öfter kontrollieren", fordert König. Überprüft wurden vor allem Betriebe im Einzelhandel, in der Gastronomie sowie in der Logistikbranche.

Zu Unrecht Sozialleistungen bezogen

Bei der Kontrolle haben die Zöllner allerdings nicht nur Mindestlohnunterschreitungen entdeckt. Sondern auch, dass Sozialversicherungsbeiträge nicht ordnungsgemäß bezahlt oder Arbeitnehmer illegal beschäftigt wurden. Ebenso kamen die Beamten Arbeitnehmern auf die Schliche, die zu Unrecht Sozialleistungen bezogen hatten.

Deutschlandweit haben die Beamten der Abteilung "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" rund 4.500 Geschäftsunterlagen überprüft und rund 32.000 Personen über deren Arbeitsverhältnis befragt.