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Ziemiak kündigt neuen CDU-Kurs an | BR24

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Paul Ziemiak, der neue CDU Generalsekretär fordert eine Neuausrichtung seiner Partei. Die Menschen müssten wissen, "wofür wir stehen", sagte Ziemiak am Sonntag in einem Interview gegenüber dem Deutschlandfunk

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Ziemiak kündigt neuen CDU-Kurs an

Paul Ziemiak, der neue CDU Generalsekretär, fordert eine Neuausrichtung seiner Partei. Die Menschen müssten wissen, "wofür wir stehen", sagte Ziemiak in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

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Die neue CDU Spitze mit der Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer und dem Generalsekretär Paul Ziemiak hat bereits während des Parteitags in Hamburg eine neue Diskussionskultur angekündigt. Ziemiak bekräftigte das noch einmal in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

Wir brauchen eine klare Haltung, damit die Menschen wissen, wofür wir stehen, und dann werden wir Menschen zurückgewinnen." Paul Ziemiak

Weder Nachahmen noch Hinterherlaufen

Die CDU brauche eine klare Sprache, so Ziemiak, etwa in der der Frage des Rechtsstaates, in der Frage von Abschiebungen. Wie setze man das um? Außerdem gebe es weitere Themen, die 'viele junge Menschen' beschäftigten, wenn es zum Beispiel um Klimaschutz gehe. Man dürfe vor allem einen Fehler nicht machen, nämlich zu versuchen, egal in welche Richtung, irgendjemand nachzuahmen oder irgendwo hinterherzulaufen. Es ginge darum, zu sagen wofür die CDU stehe.

Sichtbare Rolle für unterlegene Kandidaten

Weiter sagte Ziemiak, nach der Kampfabstimmung auf dem Parteitag in Hamburg werde es ein hartes Stück die CDU zusammenzuhalten. Nach der Wahl Annegret Kramp-Karrenbauers zur Vorsitzenden habe er von Parteiaustritten einzelner Mitglieder gehört. Um die CDU nach der Wahl der neuen Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer wieder zu einen, sprach sich der Generalsekretär für ein stärkeres Engagement von Ex-Fraktionschef Friedrich Merz aus. Es sei wünschenswert, dass neben Kramp-Karrenbauer auch die beiden unterlegenen Kandidaten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Merz eine sichtbare und wichtige Rolle in der CDU spielen würden. Dies könne dazu beitragen, enttäuschte und verlorene Mitglieder zurückzugewinnen.

Mit knappem Ergebnis durchgesetzt

Ziemiak war auf dem Bundesparteitag in Hamburg am Samstag zum Generalsekretär gewählt worden. Mit 62,8 Prozent erhielt der 33-Jährige Chef der Jungen Union dabei ein eher schwaches Ergebnis. Kramp-Karrenbauer hatte sich am Freitag in einer Stichwahl um den Posten der Parteispitze knapp gegen Merz durchgesetzt. Die neue Parteichefin wiederum machte deutlich, dass sie Bundeskanzlerin Merkel Paroli bieten will, wenn es nötig ist. Inhaltlicher Schwerpunkt soll in den kommenden Wochen die Migrations- und Sicherheitspolitik sein.