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Dem Geheimnis der Meereswirbel auf der Spur | BR24

© Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Zeppelin erkundet Meereswirbel

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    Dem Geheimnis der Meereswirbel auf der Spur

    Zeppelin-Rundflüge sind nicht nur etwas für Nostalgiker. Wissenschaftler nutzen sie auch für hochaktuelle Forschung: Ab morgen untersuchen Ozeanografen vom Zeppelin aus Meereswirbel in der Ostsee. „Uhrwerk Ozean“ heißt das Projekt.

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    Am Mittwoch ist der Zeppelin NT von seinem Heimatflughafen Friedrichshafen aus gestartet, um rechtzeitig an der Ostsee zu sein. Ab morgen ist er zwei Wochen lang zwischen Usedom und Bornholm unterwegs.

    Auf der Suche nach Wirbeln im Wasser

    Mit Spezialkameras messen Wissenschaftler dann feinste Wärmeunterschiede auf der Wasseroberfläche. So können sie feststellen, wo sich im Meer Wirbel bilden und wie sich dort das Wasser verteilt.

    „Mit einem Durchmesser von etwa 100 Metern bis zu zehn Kilometern stellen diese kleinen Meereswirbel noch immer eines der großen Rätsel der Ozeanografie dar.“ Prof. Burkard Baschek, Helmholtz-Zentrum Geesthacht.

    Solche Wirbel bilden sich zum Beispiel auch am Rand des Golfstroms. Wie die Zahnräder in einem Uhrwerk greifen dort große und kleine Wirbel ineinander. Wie sie dafür sorgen, dass sich dann warmes mit kaltem Wasser vermischt, können Wissenschaftler bisher nicht genau berechnen.

    Uhrwerk Ozean unter Beobachtung

    Mit dem Zeppelin kann das Forschungsteam nun Meereswirbel detailliert vermessen. Anders als ein Flugzeug kann er in der Luft über den Wirbeln parken. Die Kameras können den Wirbel beobachten, bis er sich wieder auflöst.

    Mit den Erkenntnissen aus dem Projekt hoffen Wissenschaftler nicht nur die Ozeanzirkulation besser zu verstehen. Ebenso können sie dann besser erklären wie Tiefen- und Oberflächenwasser sich vermischen und Algen und Nährstoffe verteilen.