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Zehntausende demonstrieren in Moskau für freie Wahlen | BR24

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Nach der friedlichen Demonstration in Moskau mit Zehntausenden Menschen hat es hunderte Festnahmen gegeben. Die Polizei hatte angekündigt, gegen nicht genehmigte Aktionen mit aller Härte durchzugreifen. Teilnehmern drohen nun Anklagen.

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Zehntausende demonstrieren in Moskau für freie Wahlen

Weil Kandidaten der Opposition nicht an der Moskauer Stadtratswahl teilnehmen dürfen, sind erneut zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Dieses Mal ist die Kundgebung genehmigt.

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Zehntausende Menschen haben in Moskau für freie Wahlen und gegen Polizeigewalt demonstriert. Zu der von den Behörden genehmigten Kundgebung wurden bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet.

Berichterstattern zufolge strömten viele Menschen selbst lange Zeit nach dem offiziellen Beginn zu der Kundgebung. Sie folgten trotz Regens dem Aufruf der Opposition.

Opposition fordert freie Stadtratswahl

Die Opposition will erreichen, dass alle Kandidaten zur Stadtratswahl in vier Wochen zugelassen werden. 57 ihrer Kandidaten dürfen wegen angeblicher Formfehler nicht teilnehmen.

Die Wahlkommission hatte die Echtheit eines Teils der vorgelegten Unterstützerunterschriften in Zweifel gezogen. Das führte dazu, dass die Kandidaten die für die Registrierung notwendige Zahl nicht erreichten.

"Russland ohne Putin"

Mit Blick auf Kreml-Chef Wladimir Putin skandierten die Demonstranten "Russland ohne Putin". Auf Transparenten war etwa zu lesen "Geben Sie Moskau die Wahlen zurück", "Hier wählen wir", "Ich habe das Recht auf eine Wahl" oder "Ich bin wütend".

In anderen Städten Russlands wie St. Petersburg gab es Solidaritätskundgebungen.

Stau bei Personenkontrollen

Zu den Protesten haben aber auch bekannte Blogger mit Millionen Followern aufgerufen, um ein Zeichen gegen Polizeigewalt zu setzen. Hundertschaften von Uniformierten in Schutzwesten, mit Schlagstöcken und Helmen zogen am Rande der Proteste auf.

Vor den Personenkontrollen der Polizei staute es sich. Menschen mussten lange warten, um überhaupt zum Versammlungsort zu gelangen. Unter den Teilnehmern waren auch Eltern mit ihren Kindern.

An den beiden vergangenen Samstagen waren bei nicht erlaubten Protesten mehr als 2.000 Menschen verhaftet worden. Das massive Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die friedlichen Demonstranten stieß international auf Kritik.

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Zehntausende haben in Moskau gegen Polizeigewalt und den Ausschluss von unabhängigen Oppositionskandidaten bei der Stadtratswahl protestiert. Die Demonstration war entgegen zweier vorheriger Proteste von den Behörden genehmigt worden.