| BR24

 
 

Bild

Symbolbild: Ein Wolf in einem Gehege im Wildpark Neuhaus, Foto vom 03.02.2019.
© dpa-Bildfunk/Swen Pförtner
© dpa-Bildfunk/Swen Pförtner

Symbolbild: Ein Wolf in einem Gehege im Wildpark Neuhaus, Foto vom 03.02.2019.

Am häufigsten trifft es Schafe, wie die zuständigen Dokumentationsstelle des Bundes aufführt. Über deren Schadensbilanz für 2017 berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Demnach attackierten Wölfe mehr als 470 Mal Nutztiere – ein Plus von fast zwei Dritteln im Vergleich zum Jahr davor. Die Zahl der dabei getöteten, verletzten oder danach vermissten Tiere stieg um 55 Prozent auf über 1.600.

Abschuss hilft nur kurzfristig

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sagte der Zeitung, sie setze sich für eine "gemäßigte Bestandsregulierung" der Wölfe ein. Ein Abschuss einzelner Wölfe helfe aber höchstens kurzfristig, sagen die Experten der Dokumentationsstelle. Dauerhaft bringe es nur etwas, Schafe und Ziegen in Wolfsgebieten flächendeckend zu schützen. Die Art und Weise der Nutztierhaltung müsse wieder an die Anwesenheit von Wölfen angepasst werden. Die meisten Angriffe gibt es laut Schadensbericht dort, wo sich Wölfe neue Territorien suchen und die Nutztierhalter noch keine entsprechenden Schutzmaßnahmen umgesetzt haben.

Tote Tiere auch in Bayern

In Bayern wurden nach Angaben des Landesamts für Umwelt letztes Jahr acht Tiere von Wölfen gerissen: fünf Schafe und drei Kälber.