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Rauch steigt auf an der Aserbaidschanischen Grenze nach Attacken aus Armenien.

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    Zahl der Toten durch Kämpfe in Bergkarabach auf 39 gestiegen

    Die Kämpfe zwischen pro-armenischen Rebellengruppen und der aserbaidschanischen Armee in der Region Bergkarabach halten nach offiziellen Angaben weiter an. Die Zahl der Todesopfer stieg laut der pro-armenischen Regionalregierung auf 39.

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    • BR24 Redaktion

    In der Nacht habe es erneut "intensive Kämpfe" gegeben, sagte ein Sprecher der pro-armenischen Regionalregierung. 15 weitere pro-armenische Kämpfer seien getötet worden, insgesamt sind also unter den Kämpfern inzwischen 32 Tote. Zivile Todesopfer gab es laut einer Meldung vom Sonntag bislang sieben, darunter fünf aserbaidschanische und zwei armenische.

    Regierungen beschuldigen sich gegenseitig

    Seit Jahrzehnten streiten die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan um die in Aserbaidschan gelegene, mehrheitlich von Armeniern bewohnte Kauskasusregion Bergkarabach. Am Sonntag ist der militärische Konflikt nach Jahren wieder neu eskaliert. Die aserbaidschanischen Armee und die von Armenien unterstützten Rebellentruppen lieferten sich heftige Gefechte. Beide Regierungen verhängten das Kriegsrecht und beschuldigten sich gegenseitig, für die Eskalation verantwortlich zu sein.

    Militär in Aserbaidschan: "angemessene Gegenmaßnahmen"

    Das armenische Verteidigungsministeriums teilte mit, die gegnerische Seite habe am Morgen auch schweres Gerät und Artillerie eingesetzt. Das Militär in Aserbaidschan teilte mit, dass armenische Soldaten die Stadt Terter an der Grenze zu Bergkarabach beschossen hätten. Man warne Armenien vor "angemessenen Gegenmaßnahmen", hieß es.

    Zu Beginn der Kämpfe am frühen Sonntagmorgen soll auch Bergkarabachs Hauptstadt Stepanakert beschossen worden sein. In Aserbaidschan gibt es in einigen Regionen auch Ausgangssperren am Abend. In der Region wurden nach offiziellen Angaben am Sonntag 16 Soldaten durch Beschuss getötet und mehr als 100 verletzt. Aserbaidschan teilte mit, dass es fünf Tote und Verletzte in den eigenen Reihen gebe. Unter den Opfern seien auch Zivilisten.

    Guterres fordert diplomatische Lösung

    UN-Generalsekretär António Guterres forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe und eine diplomatische Lösung. Auch die US-Regierung nahm nach eigenen Angaben zu beiden Seiten Kontakt auf und forderte die Konfliktparteien dazu auf, die Kampfhandlungen sofort einzustellen. Zuvor hatten bereits Deutschland, Frankreich, Italien und die EU ein sofortiges Ende der Kämpfe gefordert.

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