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Zahl der Organspenden weiter gesunken | BR24

© pa / dpa

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    Zahl der Organspenden weiter gesunken

    Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist 2016 leicht gesunken. 857 Menschen haben nach ihrem Tod Organe für schwer kranke Patienten gespendet, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation mitteilte. 2015 waren es 877, im Jahr davor 864 Spender.

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    Längerfristig wird die Entwicklung noch deutlicher. 2010 gab es in Deutschland noch 1.296 postmortale Organspender, 2013 sank ihre Zahl dann erstmals unter 1.000. Auch in Bayern ist dieser Trend festzustellen: Hier spendeten 2010 noch 192 Menschen nach ihren Tod Organe, 2016 waren es nur noch 121. Demgegenüber stünden bundesweit nach wie vor über 10.000 Patienten auf den Wartelisten, die dringend auf ein Spenderorgan warten, erklärte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO).

    "Ein Akt der Nächstenliebe"

    Angesichts der im europäischen Vergleich niedrigen Organspendezahlen sagte der Medizinische Vorstand der Stiftung, Axel Rahmel, man müsse die Organspende verstärkt als gesellschaftliche Aufgabe wahrnehmen. Er sprach von einem Akt der Nächstenliebe:

    "Eine Organspende ist das größte Geschenk, das ein Mensch an einen anderen Menschen über seinen Tod hinaus weitergeben kann." Axel Rahmel, Vorstand Deutsche Stiftung Organtransplantation

    Zu viel Stress auf Intensivstationen

    Um die Zahl der Spender zu erhöhen und die Kliniken zu unterstützen, biete die DSO Fachinformationen, Fortbildungsveranstaltungen und personelle Unterstützung vor Ort. Der entscheidend sei jedoch, dass auf den Intensivstationen der Krankenhäuser mögliche Organspender erkannt würden. "Im stressigen Klinikalltag gelingt das jedoch oft nur durch das außergewöhnliche Engagement einzelner Ärzte und Pflegekräfte".