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Nach einem Gottesdienst in einer Baptistengemeinde in Frankfurt am Main ist die Zahl der Menschen, die sich dabei mit dem Coronavirus infiziert haben, noch einmal deutlich gestiegen. Zunächst war von rund 40 Infizierten die Rede, nun sind es 107.

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Zahl der Infizierten nach Gottesdienst steigt auf über 100

Nach einem Gottesdienst in einer Baptistengemeinde in Frankfurt am Main ist die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, noch einmal deutlich gestiegen. Zunächst war von rund 40 Infizierten die Rede, nun sind es 107.

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Als Folge eines Gottesdienstes in einer Baptistengemeinde in Frankfurt am Main haben sich nach neuestem Stand 107 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) heute mit. Die Infizierten hätten das Virus dann an Angehörige und Freunde weitergegeben, erklärte das Frankfurter Gesundheitsamt. Der Gottesdienst hatte vor zwei Wochen im Frankfurter Stadtteil Rödelheim stattgefunden.

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde, Wladimir Pritzkau, erklärte, er könne nicht mehr sagen, wie viele Menschen an dem Gottesdienst teilgenommen haben.

Die meisten kämen aus dem Raum Frankfurt. Die Gottesdienste in der Gemeinde finden laut Homepage in deutscher und russischer Sprache statt.

"Einige wenige Betroffene im Krankenhaus"

Die meisten der infizierten "Geschwister" seien zu Hause, einige wenige Betroffene befänden sich im Krankenhaus, so Pritzkau. Er könne sich den Corona-Ausbruch nicht erklären. Es habe Desinfektionsmittel gegeben, der vorgeschriebene Abstand sei beachtet worden. Nachprüfbar sind diese Angaben allerdings nicht.

Strenge Auflagen für Gottesdienste

Religiöse Versammlungen in Hessen sind seit dem 1. Mai unter Auflagen wieder erlaubt. So muss in Kirchen und anderen Gotteshäusern der Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den Menschen eingehalten werden, nötig sind zudem weitere Hygienemaßnahmen wie das Aufstellen von Desinfektionsspendern.

Die Baptisten gehören zur evangelischen Konfessionsfamilie. Ein Kennzeichen dieser Glaubensrichtung ist es, dass nur Heranwachsende oder Erwachsene getauft werden, die die Taufe selbst für sich verlangen.

Bedauern bei der Landkirche

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat mit Bedauern auf den Corona-Ausbruch in der Baptistengemeinde reagiert. "Unsere Gedanken sind bei allen betroffenen Gemeindemitgliedern", sagte der Pressesprecher der Kirche, Volker Rahn. In der Landeskirche seien bisher keine vergleichbaren Vorfälle bekannt. Rahn sagte, dass Experten davon ausgingen, dass solche "Cluster-Ereignisse" wie in Frankfurt angesichts der zunehmenden Lockerungen auch unter Einhaltung von strengen Schutzkonzepten niemals vollständig ausgeschlossen werden könnten.

In Bayern keine Corona-Fälle in Kirchen bekannt

Seit dem vierten Mai dürfen auch in Bayern wieder Gottesdienste abgehalten werden. Allerdings unter strengen Hygieneauflagen. So müssen alle Besucher Mundschutz tragen. Die Plätze sind markiert, die Besucher sitzen in großen Abständen zueinander. Auf Gemeindegesang wird weitgehend verzichtet, die Kommunion wird in katholischen Gottesdiensten mit Handschuhen ausgeteilt. Corona-Infektionen in Kirchen sind in Bayern seither nicht bekannt geworden.

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