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Archiv: Afrikanische Flüchtlinge vor einer Asylunterkunft in Fürstenfeldbruck
© dpa/picture alliance/ Foto: Sachelle Babbar
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Archiv: Afrikanische Flüchtlinge vor einer Asylunterkunft in Fürstenfeldbruck

Im Dezember waren es noch 554, im gesamten Jahr 2018 wurden 10.168 Erstanträge registriert. Im Februar und März dieses Jahres rangierte das westafrikanische Land dem Bericht zufolge bereits auf dem zweiten Platz der Herkunftsstaaten. Nur aus Syrien wurden noch mehr Asylanträge gestellt.

Kaum ein Nigerianer legt gültige Papiere vor

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster wies darauf hin, dass viele Nigerianer aus Italien illegal nach Deutschland kämen. "Damit einher geht auch der Import krimineller mafiöser Strukturen, die sich dort gebildet haben", sagte er. Die wenigsten nigerianischen Asylbewerber legten laut Schuster gültige Ausweispapiere vor, was ihre Abschiebung bei einem negativen Asylbescheid erheblich erschwere. Dem Bundeskriminalamt (BKA) sind nach dem Bericht der Funke-Mediengruppe Aktivitäten von drei nigerianischen Tätergruppen bekannt, vor allem in der Schleuserkriminalität und bei der Zwangsprostitution.

Boko Haram bedroht seit Jahren Sicherheit in Nigeria

Im Norden Nigerias bedroht die islamistische Terrororganisation Boko Haram die Sicherheit der Menschen. Bei Anschlägen und Angriffen der sunnitischen Fundamentalisten sind seit 2009 mindestens 20.000 Menschen ums Leben gekommen. Rund 2,5 Millionen sind vor der Gewalt im Nordosten des Landes geflohen. Nigeria ist schon seit längerem Hauptherkunftsland von Migranten, die über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa streben.

Zwölf Nigerianer aus Bayern abgeschoben

Am vergangenen Mittwoch hatte Bayern in Kooperation mit Österreich und der Bundespolizei zwölf Nigerianer vom Flughafen München aus abgeschoben. An Bord befanden sich laut Landesamt für Asyl und Rückführungen zwölf alleinstehende Männer, die zuletzt in Bayern lebten. Sie hätten Deutschland verlassen müssen, nachdem ihre Asylanträge abgelehnt worden waren beziehungsweise ihnen kein Aufenthaltsrecht erteilt werden konnte. Sechs von ihnen seien bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.