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"Wirtschaftsweiser" Schmidt warnt vor CO2-Steuer im Alleingang | BR24

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Der Ausstoß von Kohlendioxid kann durchaus einen Preis haben, meint Prof. Christoph M. Schmidt. "Wenn wir nur national durch eine Steuer eine Bepreisung einführen, dann würden wir der Wirtschaft einen großen Nachteil auferlegen", betont er.

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"Wirtschaftsweiser" Schmidt warnt vor CO2-Steuer im Alleingang

Der Ausstoß von Kohlendioxid kann durchaus einen Preis haben, meint Prof. Christoph M. Schmidt. "Wenn wir nur national durch eine Steuer eine Bepreisung einführen, dann würden wir der Wirtschaft einen großen Nachteil auferlegen", betont er.

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Um die deutsche Wirtschaft nicht über Gebühr zu belasten, plädierte der Wirtschaftswissenschaftler dafür, die CO2-Steuer "möglichst in einem großen Konzert von europäischen Nationen einzuführen. Am besten sollten es alle machen."

"Je größer die Koalition der willigen Nationen, umso besser." Prof. Christoph M. Schmidt

Schmidt: Emissionshandel besser als CO2-Steuer

Die CO2-Steuer sei für ihn aber ohnehin nicht die beste Lösung, sagte Schmidt im radioWelt-Interview auf Bayern 2. "Der Königsweg, um eine CO2-Bepreisung herzustellen, wäre den Emissionshandel auf Gebäude, Verkehr und die Landwirtschaft auszuweiten." Er halte es aber für unwahrscheinlich, dass das gelingt. "Wenn das nicht gelingen kann, dann wäre die Lösung, die diesem Idealsystem am nächsten kommt, die Einführung einer Steuer."

Wirtschaftsweiser über CO2-Steuer: "Nicht zusätzlich belasten"

Wichtig sei es bei einer möglichen Einführung der CO2-Steuer einkommensschwache Haushalte nicht zusätzlich zu belasten. So könnte der Staat die Stromsteuer senken und einen Teil der Einnahmen den Bürgern zurückerstatten, betonte Christoph M. Schmidt.

Zur Person: Prof. Christoph M. Schmidt ist Vorsitzender des "Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung", ein Gremien, das umgangssprachlich die "Wirtschaftsweisen" genannt wird.